06.11.2020 19:00 |

Anrainer erleichtert

Nach „Krone“-Bericht wurden Betonblöcke entfernt

Das ging schnell: Nach dem „Krone“-Bericht über die mit Betonblöcken versperrte Hauszufahrt in Zirl-Eigenhofen rückte noch am selben Tag ein Bautrupp aus und räumte die Barrikade wieder weg. „Wir sind unheimlich erleichtert“, sagt der Anrainer, der den Stein via „Krone“ – im wahrsten Sinne des Worts – ins Rollen brachte.

Ausgestanden ist die Sache damit aber bei weitem nicht. Denn der Nachbarschaftsstreit, der im Hintergrund schwelt, geht wohl weiter. Und auch Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft werden sich kritische Fragen gefallen lassen müssen: Denn ein Haus ohne Zufahrt würde nie bewilligt. Wenn die Zufahrt also nicht rechtens ist, hätte die Gemeinde keinen Baubescheid erlassen dürfen bzw. hätte die Aufsichtsbehörde Einspruch erheben müssen.

Verfahren läuft
„Aktueller Stand ist der, dass bei der Bezirkshauptmannschaft ein Verfahren im Laufen ist“, sagt der betroffene Anrainer Andreas-Gerhard Shawki. Zudem sei er bei weitem nicht der einzige: „Allein bis Zirl Mitte sind 20 Häuser, die rückwärts auf die Bundesstraße ausparken.“ Er verurteilt die Vorgangsweise der Behörde, seine Ausfahrt zu sperren, nur weil der Nachbar Alarm geschlagen habe.

Laut Gesetz dürfe tatsächlich nicht rückwärts auf Bundesstraßen ausgefahren werden. „Wenn alle gleich behandelt werden, müssten Hunderte Ausfahrten in Tirol gesperrt werden“, ist Shawki überzeugt.

 Tiroler Krone
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