05.11.2020 08:31

Terror mitten in Wien

Sozialhilfe, Gemeindebau: So lebte der Attentäter

Er hasste die Stadt, die sein Leben finanzierte. Von sich aus hat Attentäter Kujtim F. jedenfalls nichts erreicht. Mit der Arbeit auf Kriegsfuß, kam Kujtim F. dennoch im Rekordtempo zur geförderten Wohnung.

Die Details seiner bequemen Existenz:

  • Gemeindewohnung: Der 20-Jährige war seit 11. Februar 2020 als Jungwiener vorgemerkt und hat am Anfang Mai 2020 den Mietvertrag für die Wohnung in der Donaustadt abgeschlossen (die Bleibe ist 41,9 Quadratmeter groß). Andere warten viele Jahre auf eine solche Wohngelegenheit - oder bekommen sie nie.
Kujtim F. war einschlägig vorbestraft und erst im Dezember 2019 aus der Haft entlassen worden.
  • Mindestsicherung: Der City-Killer hat seit 7. Mai 2020 Leistungen aus der Mindestsicherung bezogen, bis Juli als Aufstockung zu einem AMS-Kurs. Danach war er Vollbezieher und erhielt monatlich 917,35 Euro überwiesen. Mit Anfang Dezember wäre das Geld gekürzt worden, weil der AMS-Kurs befristet war. Aber so weit sollte es nicht kommen.

Vier Todesopfer bei Anschlag
Insgesamt vier Menschen hatte der 20-Jährige bei seinem Anschlag am Montagabend in der Wiener City kaltblütig erschossen. Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei 21 und 39 Jahre alte Österreicher, eine 44-jährige Österreicherin sowie um eine deutsche Staatsbürgerin (24), sie hatte auf der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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