04.11.2020 19:17 |

Corona-Patienten

Die Jüngste im Spital war 22 Jahre alt

Zweiter Lockdown, Tag zwei: Eine Besserung der Corona-Zahlen ist mit Blick auf die Statistik nicht zu erkennen. 432 Neuinfektionen binnen 24 Stunden vermeldeten die Landesbehörden am Mittwoch. Und vier Todesfälle, darunter eine 67-Jährige und eine 78-Jährige - Letztere litt vor der Infektion an Demenz, starb aber an der Covid-19-Erkrankung. Was auffällt: Es gibt einige junge Patienten.

Ja, es gibt hospitalisierte Covid-19-Patienten ohne Vorerkrankungen. Und ja, es gibt auch junge. Das bestätigt Wolfgang Fürweger, Sprecher des Unklinikums auf Nachfrage: So ist eine erst 22 Jahre junge Covid-Patientin diese Woche entlassen worden. Ein vor der Infektion gesunder 30-Jähriger muss zurzeit genauso auf der Normalstation behandelt werden, wie zwei junge Diabetiker: 33 und 35 Jahre alt. Eine Zunahme von Patienten zwischen 30 und 40 Jahren sei evident.

57 Corona-Todesfälle sind in Salzburg seit Beginn der Pandemie registriert worden – allein am Mittwoch sind vier hinzugekommen. Die Jüngste war 67. Eine Tennengauerin mit chronischen Lungenproblemen. Neben einem 75-Jährigen aus dem gleichen Bezirk ist auch eine 78-Jährige aus dem Flachgau verstorben – Letztere rein an Covid-19, da sie nur an Demenz litt.

Mittwochnachmittag lagen 127 Menschen in Salzburg corona-bedingt in den Kliniken – davon sind 22 auf der Intensivstation. 52 liegen in der Stadt Salzburg, 16 in Zell am See, 14 in St. Veit, 12 in Schwarzach, sieben bei den Barmherzigen Brüdern und vier im Oberndorfer Spital. Aber: „Die heutigen Patienten spiegeln das Infektionsgeschehen von vor zwei Wochen wider“, betont Fürweger.

Von den Kapazitäten her ist die Hälfte überschritten – 220 Covid-Betten gäbe es in Summe. Das größere Problem, so der Kliniksprecher, sind die fehlenden Pflegekräfte: Ein Intensiv-Patient bräuchte de facto durchgehend eine Pflegekraft. Anders formuliert: Zwei normale Spitalsbetten sind von den Kapazitäten her mit einem Covid-Bett zu vergleichen. Fakt ist auch: Es musste bereits umgeschichtet werden, auch Operationen sind schon verschoben worden – nicht betroffen ist die Notfallversorgung, auch Krebspatienten fallen darunter.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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