Ex-Geliebte angezeigt

Mühlviertler Waffennarr bekam bedingte Haftstrafe

Es war einer der größten Waffenfunde, die es je in Österreich gegeben hatte. Ein Mühlviertler (66) hatte in seinem Haus Rainbach 170 teils verbotene Waffen und eine Million Stück Munition gehortet. Beim Prozess in Linz ging es aber weniger um sein Waffenlager, sondern mehr um seine außereheliche Beziehung, durch deren Beendigung sein illegales Hobby im April aufgeflogen war.

Zum Waffenfund war der Pensionist geständig. In 30 Jahren hat er die Waffen angesammelt, ohne sich groß Gedanken über das Waffengesetz zu machen. „Er hat sich nie damit gebrüstet, von ihm ist nie eine Gefahr ausgegangen“, erklärt Verteidiger Rainer Hauschka. Die Waffen habe sein Mandant aus technischem Interesse besessen. „Das mit den Waffen tut mir leid“, sagt der Angeklagte über seine Sammelleidenschaft.

Auch eine Geldstrafe
Die Anklagepunkte mit den Waffen waren daher rasch abgehandelt. Länger musste sich Richterin Petra Oberhuber mit der 16 Jahre andauernden Affäre des 66-Jährigen beschäftigen. Seine Ex-Geliebte hatte ihn, nachdem er sich nicht mehr bei ihr gemeldet hat, angezeigt, sie bedroht zu haben - so flog sein Waffenarsenal auf. In diesem Punkt gab es einen Freispruch, für die Vergehen nach dem Waffengesetz aber acht Monate bedingt und 960 € Geldstrafe.

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Sonntag, 29. November 2020
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