28 Tonnen Schweinefleisch werden täglich in dem betroffenen Betrieb verarbeitet, davon 1.200 Kilogramm Wangenfleisch. Nachdem die Chefin einen Hinweis erhalten hatte, dass sich Mitarbeiter selbst bedienen würden, wurden daraufhin die Betriebsprotokolle überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass an manchen Tagen um 200 Kilo weniger Wangenfleisch produziert worden war als sonst.
Ein Verdächtiger flüchtig
"Normalerweise betragen die Schwankungen bei der Produktion nur zehn bis maximal 20 Kilogramm", berichtet ein erhebender Polizist. Nach umfangreichen Ermittlungen wurden die vier Ungarn als mutmaßliche Fleischdiebe entlarvt. Für einen 42- und einen 34-Jährigen klickten am Donnerstag die Handschellen, ein 28-Jähriger ist flüchtig, und ein 25-Jähriger wurde auf freiem Fuß angezeigt.
7.000 Euro Schaden
Die Beschuldigten, die zum Teil geständig sind, sollen an ihrem Arbeitsplatz auch Schürzen, Messer und Stiefel gestohlen haben. Das Quartett soll immer während der Mittagspause oder nach der Arbeit zugegriffen haben. Die Beute wurde dann auf direktem Weg nach Ungarn gebracht: "Die Verdächtigen haben das Wangenfleisch verkauft und auch für den Eigenbedarf verwendet." Die insgesamt 1.800 Kilogramm sollen innerhalb weniger Wochen aus dem Schlachthof geschleust worden sein. Der Schaden beläuft sich auf etwa 7.000 Euro.
von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Symbolbild
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