Einbrüche rückläufig

Aus dem Internet droht größte Gefahr für Senioren

Der Herbst ist eine gefährliche Zeit, wissen Seniorenvertreter und Polizei. Aber heutzutage stellen nicht mehr so sehr Einbruchsdiebstähle eine Gefahr für die Generation 60+ dar, sondern Internet- und Telefonbetrug – wie etwa Kriminelle, die sich als Verwandte oder falsche Polizisten ausgeben.

Senioren sind immer wieder Opfer von Einbrüchen, Überfällen und Betrug, auch wenn 94 Prozent bei einer IMAS-Umfrage angaben, sich in Oberösterreich einigermaßen sicher oder sehr sicher zu fühlen.

Betrugsmail an Alt-Landeshauptmann
Die größte Gefahr droht derzeit aus dem Internet. „Am vergangenen Wochenende bekam ich drei Mails, in denen ich aufgefordert wurde, für eine Erbschaft Geld zu überweisen“, ist auch Seniorenbund-Obmann LH a. D. Josef Pühringer nicht vor Internetangriffen gefeit. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Landespolizeidirektor Alois Lißl stellte Pühringer neue Seniorenbundaktionen gegen Cyberkriminalität vor. Denn: In den letzten zehn Jahren sind Delikte dieser Kategorie in Österreich ums Siebenfache angestiegen. Anzeigen wegen anderer Straftaten, etwa Einbruchsdiebstahl, gehen zurück.

Vorträge und Stammtische
Der Seniorenbund setzt daher auf Aufklärung. Bisher wurden in Oberösterreich 231 Infovorträge mit Experten der Landespolizeidirektion abgehalten. Eine spezielle Reihe „Gefahren im Internet“ ist geplant, die 150 EDV-Stammtische werden einen Schwerpunkt Sicherheit im Internet setzen - soweit Corona das zulässt.

Mehr Mittel für Cyberkriminalisten
Von der Politik fordert Pühringer: „Ich erwarte mir, dass sie dafür sorgt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum mehr ist. Cyberkriminalisten brauchen mehr finanzielle Mittel.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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