Rache für toten Bruder

Nach Mordauftrag drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis

Sein Versuch, den Tod seines Bruders (29) bei einer Massenschlägerei im Vorjahr in Regau zu rächen, könnte einem Nordmazedonier in Oberösterreich einige Jahre Haft einbringen. Er hatte versucht, einen Killer anzuheuern. Der 23-Jährige erstattete jedoch Anzeige. Für versuchte Bestimmung zum Mord drohen zehn bis 20 Jahre Haft.

Die Anzeige gegen den 29-Jährigen und einen Landsmann (22) liest sich wie ein Thriller. In einem Lokal in Attnang wollte er einen 23-Jährigen aus Vöcklabruck anheuern, bot 20.000 Euro, wenn dieser den 21-Jährigen, den er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht, tötet – wir berichteten. Inzwischen ist der Rächer in Wels in U-Haft.

Versuchte Bestimmung zum Mord
Ermittelt wird wegen versuchter Bestimmung zum Mord. „Der Strafrahmen ist der gleiche wie bei Mord: zehn bis 20 Jahre oder lebenslang“, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Christoph Weber.

Verurteilung nach Schlägerei
Erfahrungen mit dem Gericht hat der Nordmazedonier bereits gemacht. Auch er war im Prozess nach der Massenschlägerei in Regau angeklagt – und wurde wegen Körperverletzung zu neun Monaten bedingt verurteilt. Nicht geklärt wurde bei der Verhandlung in Wels, wer seinen Bruder erstochen hatte. Und so kam es zum Mordauftrag

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Freitag, 04. Dezember 2020
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