19.10.2020 19:00 |

Stolpersteine

Erinnerung an getötete oder vertriebene Mitbürger

Es ist eine Woche des Gedenkens: Sowohl in Graz als auch in Frohnleiten und Leoben werden mehrere Stolpersteine und erstmals sogar eine ganze Stolperschwelle zur Erinnerung an vertriebene und getötete jüdische Mitbürger, Widerstandskämpfer, Zeugen Jehovas, Roma, Homosexuelle und Kriegsgefangene verlegt.

Vier Stolpersteine erinnern seit gestern in Leoben an Opfer des Nazi-Regimes: Dabei handelt es sich um die Brüder Rudolf, Franz und Maximilian Tschoggl, die von ihren Eltern (Zeugen Jehovas) zwangsgetrennt wurden. Nur Maximilian überlebte die Tortur. Auch Widerstandskämpferin Mathilde Auferbauer wurde ein Stolperstein vor ihrem einstigen Wohnhaus gewidmet.

Fotografin von Weltrang
In Frohnleiten wird morgen ab 14 Uhr der beiden Schwestern Anna und Dora Kallmus gedacht. Erstere wurde aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von den Nazis ermordet. Ihre Schwester, die damals weltbekannte Fotografin Madame d’Ora, konnte flüchten und überlebte unter schwierigsten Bedingungen in Südfrankreich. Die beiden Stolpersteine werden vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Dr.- Ammann-Straße 7 verlegt, wo auch eine Gedenktafel ihren Platz findet.

In Graz steht am Donnerstag ab 14 Uhr nicht nur die Verlegung der Stolpersteine für insgesamt 13 Opfer des Nationalsozialismus quer durch das gesamte Stadtgebiet auf dem Plan, sondern erstmals auch die Anbringung einer Stolperschwelle für die unzähligen Opfer des ehemaligen Lagers Liebenau.

 Steirerkrone
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