19.10.2020 13:58 |

Preise steigen weiter

Teurere Wohnungen machen schon fast die Hälfte aus

„willhaben“ und „IMMOunited“ haben die Preisentwicklung in Landeshauptstädten untersucht. Der Wohnungsmarkt generierte im ersten Halbjahr 2020 bereits 3,1 Milliarden Euro. Wohnungen unter 150.000 Euro Kaufpreis gingen in allen Landeshauptstädten zurück. Die meisten Wohnungen über 500.000 EUR wurden heuer in Salzburg, Innsbruck und Wien verkauft.

Die Frage nach leistbarem Wohnraum in Ballungszentren beschäftigt jeden, der dort schon einmal nach Immobilien gesucht hat - derzeit möglicherweise umso mehr. Es scheint, als wären Wohnungen zu bezahlbaren Preisen kaum noch zu finden. Ob dem tatsächlich so ist, hat die Immobilienplattform „willhaben“ gemeinsam mit dem Grundbuchexperten „IMMOunited“ untersucht. Dazu wurden Wohnungstransaktionen in den Landeshauptstädten über die Jahre analysiert und in die Kaufpreis-Segmente „günstig“ (bis 150.000 Euro), „mittel“ (150.000 bis 300.000), „gehoben“ (300.000 bis 500.000) und „teuer“ (über 500.000) unterteilt.

Anteil an günstigen Wohnungen ging stark zurück
„Dass Wohnraum in den Landeshauptstädten im Schnitt teurer geworden ist, zeigt die Auswertung deutlich. 2019 wurden durch knapp 19.500 Wohnungstransaktionen fast 5,4 Milliarden Euro generiert. 2013 gab es zwar rund 10.000 Kaufvertragsabschlüsse mehr, allerdings ‚nur‘ zu 4,7 Milliarden Euro Volumen“, analysiert Judith Kössner, Head of Immobilien bei „willhaben“. Dieser Trend scheint sich weiter fortzusetzen. Im ersten Halbjahr 2020 lag das Gesamtvolumen bereits bei über 3,1 Milliarden Euro. Zudem zeigt sich diese Entwicklung auch in der Detailbetrachtung der einzelnen Preissegmente: 2013 wurden ca. 41,5 % aller Wohnungen in den Landeshauptstädten um bis zu 150.000 Euro verkauft. Im Jahr 2020 waren es nur noch 20,5 %.

Wien erzielt knapp 68 % des Gesamtvolumens
Mehr als zwei Drittel der insgesamt 3,1 Milliarden Euro aus dem ersten Halbjahr wurden in Wien umgesetzt. Durch den Verkauf von rund 6.500 Objekten kamen über 2,1 Milliarden Euro zusammen. Dahinter folgt Graz mit rund 270 Millionen Euro. Auf Platz drei liegt Innsbruck. Hier wurden knapp 222 Millionen generiert. Vergleichsweise „kleine“ Märkte sind hingegen St. Pölten (34,5 Mio.), Bregenz (33,2 Mio.), und Eisenstadt (ca. 11,0 Mio.).

Salzburg hat größten Anteil an teuren Wohnungen 
Die Landeshauptstadt im gleichnamigen Bundesland ist ein teures Pflaster geworden. 2013 lag der Anteil an günstigen Wohnungen noch bei knapp 36 %. 2020 waren es nur noch 17,5 %.  Damit sank auch der dazugehörige Volumenanteil von 12,6 % auf rund fünf Prozent. Wesentlich mehr Transaktionen gab es im mittleren Preissegment: Fast 38 % aller Wohnungskäufe fielen dieses Jahr in die Kategorie 150.000 bis 300.000 Euro. Gehobene und teure Wohnungen kamen gemeinsam bereits auf knapp 45 % (2013: kaum 25 %) und 72 % des Gesamtvolumens. Mit fast 20 % verzeichnete Salzburg im ersten Halbjahr 2020 zudem den größten Anteil an teuren Wohnungen, noch vor Innsbruck und Wien.

 Salzburg-Krone
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