Geiselnahme in Asten

Justizwache fordert nun Ablöse des Anstaltsleiters

Die Geiselnahme in der Justizanstalt Asten – wir berichteten – ruft auch die Justizwachegewerkschaft auf den Plan. Nicht zum ersten Mal wird die Ablöse des derzeitigen interimistischen Leiters gefordert. Norbert Dürnberger, Obmann des Zentralausschusses der Justizwache im Ministerium: „Die Leitung muss interdisziplinär besetzt werden. In der Justizanstalt Göllersdorf funktioniert das gut.“

„Der letzte Vorfall in Asten verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig unmittelbares Eingreifen der Exekutive ist“, so Norbert Dürnberger. Bei der Geiselnahme in Asten musste die Justizwache erst zu Hilfe geholt werden. In den Wohnbereichen ist ihre dauernde Anwesenheit vom Anstaltsleiter nicht erwünscht. Trotz Warnung der Personalvertretung! Anders in der mit Asten vergleichbaren Sonderjustizanstalt Göllersdorf (NÖ), wo die Abteilungen interdisziplinär besetzt sind. Bei Zwischenfällen kann dort die Justizwache vor Ort sofort eingreifen.

Verantwortung hinterfragen
Dürnberger: „Nach dem Vorfall muss man schon auch die Verantwortung des Leiters hinterfragen. Schon seit Längerem gibt es die Forderung des Zentralausschusses nach der Ablöse des Leiters. Das ist der Generaldirektion und auch der Ministerin bekannt.“

Gutachten über Bewerber
Der Posten ist auch seit fast einem Jahr ausgeschrieben. Ein Hearing hat bereits stattgefunden, ein Gutachten über die Eignung der Bewerber liegt vor. „Grundsätzlich gehen Nachbesetzungen schneller“, wundert sich der Gewerkschafter.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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