"Es muss jetzt eine Entscheidung geben", drängt Mauterns ÖVP-Bürgermeister Anton Kühberger. Sonst droht der Elfenberg finanziell endgültig auszubluten. Geld ist ein heikles Thema. Wir erinnern uns: Ende 2009 wurde bekannt, dass der Elfenberg konkursreif ist. Seitdem wurschtelt man sich mithilfe der Steuerzahler über die Runden: Die Landesregierer machten 1,2 Millionen Euro locker. Der Rettungsplan sieht vor, dass das Land den Park so wie seinerzeit Herberstein übernimmt.
Verhandlungen mit Grundbesitzer spießen sich
Doch die Verhandlungen mit Grundbesitzer Heinrich Reuss spießen sich. "Es geht vor allem um die Fragen der Pacht und der Haftung", weiß Kühberger. Er wäre froh, wenn der Deal endlich durch ist. Zum einen wäre dann die wichtigste Tourismusattraktion der Region gerettet, zum anderen wäre die Gemeinde (sie hält 49 Prozent an der Betreiberfirma) entlastet. "Obwohl wir auf jeden Fall ein Minus von 249.000 Euro verbuchen müssen", rechnet der Bürgermeister vor.
Winterbetrieb wackelt
Auch am Elfenberg, wo im Sommer 40 Mitarbeiter beschäftigt sind, nagt die ungewisse Zukunft an den Nerven. Geschäftsführer Eberhard Rosemann ist optimistisch: "2010 war ein gutes Jahr für uns, wir sind nach wie vor sehr beliebt." Bis zum Nationalfeiertag ist der Wildpark sicher noch geöffnet. Aber wie geht's dann weiter? Der Winterbetrieb wackelt in jedem Fall: Das Land will aufgrund der hohen Verluste eine Pause in den kalten Monaten. "Es wird in den nächsten 14 Tagen eine Entscheidung geben", wissen Insider. Noch rauchen die Köpfe.
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
Archivbild








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