17.09.2004 16:12 |

Kein Geld

Jaguar zieht sich aus der Formel 1 zurück

Der Rennstall Jaguar zieht sich am Ende der Saison aus finanziellen Gründen aus der Formel 1 zurück. Der Mutterkonzern Ford teilte am Freitag mit, dass das Team verkauft werden soll. Man wolle sich "zu 100 Prozent" auf das Kerngeschäft konzentrieren, sagte John Greenwell, Vorsitzender und Geschäftsführer von Jaguar. Christian Klien steht damit ohne Vertrag für die kommende Saison da.
Mit Ende der laufenden Saison werden sich die"Raubkatzen" aus dem Formel-1-Zirkus verabschieden. Der Rennstallbefindet sich in finaziellen Nöten und muss verkauft werden.Ford-Vizepräsidenten Richard Parry-Jones zufolge gibt eseinige Interessenten, die für einen Kauf in Frage kämen.Für Christian Klien bedeutet dass, dass er nach einer passablenPremieren-Saison in der Königsklasse plötzlich fürnächstes Jahr keinen Arbeitgeber hat.
 
Kliens Zukunft ungewiss
Allerdings dürfte das Transfer-Karussell inder Winterpause heftig rotieren, denn vom Cosworth-Ausstieg sindauch die Teams vom Minardi und Jordan betroffen. Auch auf siekönnte ein Schicksal wie für Jaguar warten, mehrerePiloten könnten frei werden und in andere Rennställedrängen. Wie hoch dabei Kliens Chancen stehen, einen neuenBrötchengeber zu finden, ist aber eine andere Frage...
 
Jaguars Formel-1-Ambitionen begannen erst im Jahr2000. Damals übernahm Ford den Rennstall von Jackie Steward.Ein Platz auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests konntein dieser Zeit nicht eingefahren werden. Jaguar muss künftignicht nur in der Formel 1 kürzer treten, sondern von derFinanz-Misere ist auch die herkömmliche Autoproduktion betroffen.
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