03.10.2020 10:00 |

Mehrheit für Schutz

Gretchenfrage nach dem Wolf: Tiroler gespalten

Soll der Schutzstatus des Wolfs gesenkt werden? – das wollten die Neos wissen und starteten eine repräsentative Umfrage unter 510 Personen. Ergebnis: Eine knappe Mehrheit von 50 Prozent sagt dazu Nein, 48 Prozent könnten sich aber vorstellen, dem Wolf an den Pelz zu gehen. Je älter die Befragten, desto höher wird dieser Anteil!

„Aufgrund von Wolfrissen von Almtieren wird die Herabsetzung/Aufhebung des Schutzstatus’ des Wolfs in Tirol diskutiert. Sind Sie persönlich für die Herabsetzung des Schutzes?“, lautete die Fragestellung des Imad-Instituts, das die Befragung von 510 repräsentativ ausgewählten Personen älter als 16 Jahre durchführte.

Junge für strikten Schutz
Dabei zeigt sich: Je jünger, desto größer der Wunsch nach Beibehaltung des Schutzes für den Wolf. 84% der 16- bis 30-Jährigen wollen „sicher nicht“ bzw. „eher nicht“ am derzeitigen Zustand etwas verändern.

Ältere skeptisch gegenüber Wolf
Bei den Über-50-Jährigen kehrt sich dieses Bild um: Hier würden 63% der 51- bis 70-Jährigen und 65% der Über-70-Jährigen dem Wolf am liebsten das Fell über die Ohren ziehen. Deren Anteil ist erwartungsgemäß bei der ÖVP am größten (70%), auch die SPÖ-Wähler wären mit 51% knapp mit dabei. Alle anderen im Landtag vertretenen Parteien wollen davon nichts wissen.

Grüne zu 60% pro Wolf 
Bei den auftraggebenden Neos und genauso bei der Liste Fritz treten 57% für hohen Wolf-Schutz ein, bei den Grünen sind es gar 60 Prozent, bei der FPÖ auch noch immerhin 55 Prozent.

Neos: Mehr Informieren
„Die Bevölkerung ist gespalten“, interpretiert LA Andreas Leitgeb die vorliegenden Daten, „einmal mehr ein deutliches Zeichen, dass man nur mit einem umfassenden Wolfsmanagement und Informationen diesen Extrempositionen begegnen kann!“

Neos-Forderung nach einem „Wolf-Berater“
Alm-Bauern würden um einen Herdenschutz – dort wo möglich und umsetzbar – nicht umhinkommen: „Auch hier braucht es dringende Unterstützung, etwa durch ,Wolfs-Berater’, die beim Ansuchen von Förderungen behilflich sind, denn die EU trägt zumindest die Erst-Investitionskosten zur Gänze“, betont Leitgeb, der auch vor Ort auf den Almen recherchierte – auch in der Schweiz, die auf Herdenschutz setzt. Allerdings seien auch hier pro Jahr 370 bis 500 Wolfsrisse zu beklagen – pro Saison.

 Tiroler Krone
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