Champions League

Salzburg: Eine Lachnummer wird zum Dauergast

Noch wenigen Jahren als Lachnummer denunziert, ist Salzburg mit dem erneuten Einzug in die Champions-League-Gruppenphase Dauergast Europa. Der Klub hat sich vom Fass ohne Boden zum Meister der Finanzen gemausert. Eine Kolumne von Valentin Snobe.

War Maccabi Tel Aviv für Meister Salzburg ein Glückslos? Ja! Spätestens, seit sich beim israelischen Meister Corona breit gemacht hat. Interessiert heute ab 17 Uhr bei der Auslosung des 29. Champions League-Hauptbewerbs in Nyon aber wirklich niemanden mehr.

Schillerndes Fußballfest
Österreichs Meister wird wie schon im Herbst 2019 ein schillerndes Fußballfest mit den besten Klubs des Welt feiern. Obwohl die ganz große Atmosphäre mit dem Fernbleiben der Fans in den Stadien fehlen wird. Es müsste jedenfalls mit dem Teufel zugehen, dass die Bullen nicht zumindest einen Giganten a la Bayern mit David Alaba oder Manchester City (Trainer Pep Guardiola) in der Gruppenphase ergattern und das grelle Rampenlicht auf Kapitän Ulmer und Co. scheint. Wenn die Kontrahenten „nur“ FC Porto (Topf 1), Schachtjor Donezk (2) und Ferencváros Budapest (4) heißen sollten und kaum Starliga-Glamour versprühen, dämpft das die Partystimmung. Dafür wird das Ziel dann Top 2 lauten - Aufstieg ins Achtelfinale!

250 Millionen Euro
Die Bullen galten noch vor zwei Jahren und dem Aus gegen Roter Stern als die Lachnummer Europas. Unter dem heutigen Gladbach-Trainer Marco Rose waren Munas Dabbur und Co. zum elften Mal in Serie in der Königsklassen-Quali gescheitert. Unfassbar für einen Klub, in den seit dem Start 2005 rund eine Milliarde Euro hineingepumpt worden ist. Doch Salzburg hat sich vom Fass ohne Boden zu einem Meister der Finanzen entwickelt, über 250 Millionen Euro in den vergangenen zehn Jahren an Transfererlösen erwirtschaftet. Zudem sprechen die sportlichen Erfolge der jüngeren Vergangenheit eine eindeutige Sprache. Der von Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz gesponserte Klub hat sich das Glückslos Maccabi erarbeitet und verdient gleichermaßen.

Wird das Meister-Abo in der Bundesliga verlängert, könnte Salzburg wie etwa Basel zwischen 2010 bis 2014 zum Dauergast in der Champions League werden und wie im Frühjahr 2015 gar in die Top 16 vorstoßen. Stolz dürfen Sportboss Freund samt Crew schon heute sein.

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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