30.09.2020 12:55 |

Neue Studie

Insekten gefährdet: Großem Krabbeln droht Gefahr

Das große Krabbeln ist in Gefahr: Wie eine neue Studie des Umweltbundesamtes aufzeigt, geht das Insektenvorkommen stark zurück. Wegen Bodenverbauung, Klimawandel, Lichtverschmutzung und mehr ist sogar ein Drittel der Insektenarten vom Aussterben bedroht, warnt ein Zoologe. Es bestehe akuter Handlungsbedarf.

Das Brummen und Krabbeln in unserer Umwelt wird immer weniger. Jetzt haben Wissenschafter des Umweltbundesamtes das große Sterben der für unser Ökosystem so elementaren Lebewesen untersucht. „Rote Listen und Gefährdungsanalysen lassen keine Zweifel zu, dass die Insektenvielfalt in Österreich zurückgeht“, sagt Helmut Gaugitsch, Biodiversitätsexperte des Umweltbundesamtes, zur Studie Insekten in Österreich. Die Ursachen, warum die Population der rund 40.000 Insektenarten in Österreich massiv zurückgeht sind:

  • Lebensraumverlust (Bodenversiegelung, Monokulturen),
  • die Verschlechterung der Lebensraumqualität,
  • der Klimawandel,
  • Lichtverschmutzung
  • und Einsatz von Insektiziden.

Die dramatischen Folgen: In der Roten Liste der Tagfalter Österreichs sind 52 % aller Arten als gefährdet eingestuft, bei den Heuschrecken 57 % und bei den Libellen 67 %. Besonders gefährdet sind Insektenarten an den Trockenstandorten Ostösterreichs, an den Ufern von Fließgewässern, auf Feuchtwiesen, Mooren und Quellen, heißt es. Kärnten hat als Lebensraum eine ganz besondere Bedeutung für die Artenvielfalt: Viele Insektenarten bei uns sind endemisch, kommen also nur bei uns vor - wie auf der Koralpe, in den Hohen Tauern. Auch der Kärntner Zoologe Christian Wieser weiß um die Gefahr: „Es besteht Handlungsbedarf!“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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