24.09.2020 19:00 |

In Container versteckt

„Boy“ erschnüffelt Drogen im Wert von 400.000 Euro

Ein ziemlich dicker Fisch der Wiener Drogenszene ging kürzlich dem Landeskriminalamt ins Netz: Nach rund zehn Jahren im lukrativen Suchtgift-Geschäft klickten für den 50-Jährigen im Bezirk Hernals die Handschellen. Wenig später spürte Polizeihund „Boy“ in einem Container die heiße Ware auf.

Die Ermittlungen nahmen ursprünglich in Traiskirchen (NÖ) ihren Anfang, die Spur zu dem Italiener führte aber rasch nach Wien: Dort zog sich die Schlinge immer enger um den 50-Jährigen - ohne dass dieser Verdacht schöpfte. An einem lauen Sommermorgen schlug das Landeskriminalamt schließlich zu! Der Verdächtige wurde unsanft aus den Federn gerissen und in seiner schmucken Wohnung im 17. Bezirk verhaftet. Zeitgleich wurde seine Lebensgefährtin (42) in Wien-Floridsdorf festgenommen.

Sternstunde für Polizeihund „Boy“
Allerdings: In beiden Wohnungen wurde nur eine geringe Menge an Drogen sichergestellt. Wo also war das ganze Gift? Noch am selben Tag nahmen die Ermittler eine Lagerstätte im 21. Bezirk unter die Lupe. Und dort schlug die Sternstunde für „Boy“. Unter rund 1000 Containern, die als Lagerräume vermietet werden, erschnüffelte der vierjährige Rüde den richtigen! Insgesamt wurden Drogen aller Art - von Kokain über Speed bis hin zu Marihuana - mit einem Straßenverkaufswert von 400.000 Euro sowie knapp 50.000 Euro in bar und mehrere Waffen entdeckt.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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