Traurig, aber wahr - in der Regel leben betagte Menschen zwei, drei Jahre in einem Heim. Umso erstaunlicher ist das Jubiläum von Frau Scheucher. "Ich bin hier in einer großen Familie, sonst hätte ich es kaum ein Jahrzehnt ausgehalten", schmunzelt sie.
Glaube half über Verlust des Gatten hinweg
Aber es gehört schon mehr dazu, vor allem die Freude am Leben. Nach dem Tod ihres geliebten Mannes vor sieben Jahren, kümmerte sich die ehemalige Volksschullehrerin auch um andere Bewohner der Parkresidenz und gab Unterstützung, wo sie konnte. Auch ihr tiefer Glaube half ihr über den Verlust hinweg. "Mein Mann", da ist sie sich sicher, "wartet im Himmel auf mich". Bekannte und Freunde holen sie regelmäßig ab, um Gottesdienste zu besuchen.
Mit 87 fällt es Elisabeth Scheucher nicht mehr ganz so leicht, sich um andere zu kümmern. "Ich sitze gern im Foyer, lese oder unternehme Spaziergänge", erzählt sie. Und, dass sie beim Essen sehr heikel ist: "Ich achte auf gesunde Ernährung!"
Drei Kinder hat die alte Dame, und mehrere Enkerl sowie Urenkerl. Eine ihrer beiden Töchter lebt seit Jahren in Istanbul, deshalb kann sie die Mutter nicht öfter als zwei- bis dreimal im Jahr besuchen. Die "Krone" wünscht Frau Scheucher noch viele, viele schöne Jahre - und zumindest ein 20-jähriges Jubiläum.
von Gerald Richter und Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
Bild: Elisabeth Scheucher mit Heimleiter Hannes Schenk








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