22.09.2020 18:00 |

Immer mehr Besucher

Alpenvereine besorgt: „Brauchen Verkehrswende!“

Die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und Südtirol fordern die Verkehrswende für den Alpenraum und richten vier Forderungen an die Politik: Ausbau des öffentlichen Verkehrs, mehr Güter auf die Schiene, keine neuen Straßenbauprojekte und eine EU-weite Lkw-Maut. Auch die eigene Klientel ist gefordert.

Rund 150 Millionen Gäste besuchen die Alpen pro Jahr, und es werden jährlich mehr. Aktuell führen Phänomene wie die Anreise für ein spektakuläres Fotomotiv („Instatravel“) und der Corona-Sommer zu einem Anstieg des Verkehrs und der Touristen. Die Zahl der Lkw, die täglich über den Brenner rollen, hat sich seit 1998 fast verdoppelt: Im Jahr 2018 waren das 2,4 Millionen Lkw. Das macht mittlerweile 50% des alpenquerenden Güterverkehrs aus. 40.000 Pkw werden gezählt – pro Tag, Tendenz steigend. „Für die in den Alpen lebenden Menschen ist das ausufernde Verkehrsaufkommen eine massive Belastung. Bedroht sind aber auch die dort beheimateten Tiere und Pflanzen. Komplexe Ökosysteme, jahrhundertealte Kulturlandschaften und soziale Gleichgewichte geraten in Schieflage“, schreiben die Alpenvereine in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie fordern eine Verkehrswende für den gesamten Alpenraum und erheben vier Kernforderungen, um der Bedrohung durch den Verkehr beizukommen.

Appell auch an die Bergsport-Gemeinde
Aber auch die Bergsportgemeinde sei gefragt: „In sehr vielen Fällen findet die Anfahrt zur Bergtour mit dem Auto statt. Kein Zweifel: Die Bergsportgemeinde ist viel unterwegs und verursacht Treibhausgasemissionen.“ Aber alle Bergsportler könnten etwas zur Reduktion ihres CO2-Abdruckes tun: Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, Fahrgemeinschaften bilden, nahe gelegene Ziele bevorzugen oder länger am Zielort bleiben.

 Tiroler Krone
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