Zivilschutzübung

38 Sirenen blieben bei Probealarm im Land stumm

Steiermark
02.10.2010 16:21
Im Rahmen des jährlichen bundesweiten Zivilschutz-Probealarms haben am Samstag zwischen 12.00 und 13.00 Uhr 99,29 Prozent aller Sirenen in Österreich geheult, 58 von insgesamt 8.193 blieben stumm. 38 Ausfälle gab es in der Steiermark, 30 davon im Bezirk Leoben. "Die Sirenen funktionieren, aber die Durchschaltung hat nicht geklappt", hieß es bei der Landeswarnzentrale. Das Problem werde rasch behoben.

Vier Signale ertönten zwischen 12.00 und 13.00 Uhr: Zunächst heulten 15 Sekunden lang alle Sirenen "probeweise". Dann folgte ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. In einer echten Krisensituation sollte man in so einem fall Radio oder Fernseher einschalten, um sich über Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton gab anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären dann schützende Räumlichkeiten aufzusuchen und über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen. "Entwarnung" bedeutete der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. 

Probealarm jeden ersten Samstag im Oktober
Die an jedem ersten Samstag im Oktober stattfindende Probealarmierung dient der Überprüfung der technischen Einrichtungen. Außerdem soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden.

Österreich hat als eines der wenigen europäischen Länder sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Innenministerium. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam betriebene Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland.

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