19.09.2020 12:15 |

22-Jährige beschuldigt

Krampus wegen Schlag bei Gnigler Lauf angeklagt

Dass es bei Krampusläufen nicht gerade zimperlich zugeht, ist wohl jedem Einheimischen bekannt. Doch ein Vorfall endete für einen Krampus im Gerichtssaal: Eine junge Frau musste sich wegen Körperverletzung am Freitag im Bezirksgericht verantworten. Doch sie leugnet die Attacke gänzlich. Zeugen sollen aufklären.

„Ich war es nicht“, sagte die Angeklagte (22) im Verhandlungssaal und bestritt damit den Vorwurf der Körperverletzung. Dies bestätigte auch Verteidiger Franz Essl und ergänzte: „Abgesehen davon handelt es sich bei der Verletzung um eine Prellung, und nicht um einen Bruch.“ Passiert ist der Vorfall beim salzburgweit bekannten und traditionellen Gnigler Krampuslauf am 30. November 2019.

Der Anklage nach fuhr die als Krampus verkleidete Halleinerin dem Opfer durch die Haare, riss ein Stirnband herunter und schlug auf die Nase. Derart kräftig, dass die Frau über starke Schmerzen klagte.

Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Zudem reichte das Opfer auch Zivilklage ein und begehrt Schmerzengeld. Verteidiger Essl bestritt das Klagebegehren zur Gänze. Er argumentiert, dass die Klägerin eigenverantwortlich sei, und selbst unaufmerksam war.

Das Zivilverfahren ruht jedoch bis zum Abschluss des Strafprozesses. Bis zu einem Urteil wird es auch noch etwas dauern: Nach dem ersten Verhandlungstag am Freitag wird der Prozess am 8. Oktober fortgesetzt. Das Bezirksgericht will noch acht Zeugen hören. Diese sollen den Krampus-Fall aufklären.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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