Noch nicht strafmündig, dafür aber ein Fall für den Psychologen ist der 13-Jährige: Der Schüler, ein Scheidungskind, hätte das Wochenende bei seiner Mutter in Graz-Puntigam verbringen dürfen. Laut eigenen Angaben hielt er es bei seinem strengen Vater aber nicht so lange aus und verschwand bereits Freitagnacht aus der Wohnung.
"Er hat ein Gemüsemesser mitgenommen", schilderte ein erhebender Beamter am Samstag gegenüber der "Steirerkrone". "Und er war fest entschlossen, zuzustechen, falls sich sein Vater ihm nähern würde. Das sagte er auch seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten." Die beiden wollten den 13-Jährigen überreden, ihnen das Messer zu geben, schafften das aber nicht.
Als gegen 23.10 Uhr der Vater erschien, um seinen Sohn abzuholen, eskalierte die Situation. Es kam zu einer Rauferei, dabei stach der Schüler seinem Vater in den Rücken, fügte dem 48-jährigen Angestellten eine eineinhalb Zentimeter tiefe Wunde zu. Danach äußerte der Bub, nicht länger leben zu wollen. Der Verletzte - es besteht keine Lebensgefahr - wurde ins UKH, sein Sohn in die Nervenklinik eingewiesen.
Vater wollte Mädchen vor seinem Sohn schützen
Der zweite Fall spielte sich am Freitagabend in St. Bartholomä im Bezirk Graz-Umgebung ab: Bereits am Nachmittag war es zu einem Streit zwischen dem 18-jährigen Arbeiter und seiner Freundin gekommen - sie will sich von ihm trennen. Die beiden tranken Wodka, danach soll der 18-Jährige das Mädchen an den Haaren gepackt haben. Die Steirerin wiederum verpasste ihrem krankhaft eifersüchtigen Angreifer eine schallende Ohrfeige. Kurze Pause, dann ging der Streit weiter - und eskalierte.
Im Freien, vor dem Gartenhaus, warf der 18-Jährige laut Polizei einen geschlossenen Benzinkanister nach der Angestellten. Das war schließlich seinem Vater zu viel. Er stellte sich schützend vor die junge Frau und wurde deshalb vom Sohn mit einem Messer am Arm verletzt - er erlitt eine 15 Zentimeter lange Wunde.
Die Polizei musste dem Tobenden, der sich zuvor mit dem Messer auch selbst verletzt hatte, Handfesseln anlegen. Auch er befindet sich in der Sigmund-Freud-Klinik.
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