24.09.2020 10:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Schulreise-Stornos: Ministerium um Lösung bemüht

Sie sind für viele Schülerinnen und Schüler ein Highlight: Reisen ins Ausland. Vergangenes Schuljahr fanden wegen Corona z. B. viele Sprachreisen nicht statt, für Stornokosten gab es einen Schulstornofonds. Für das nun gestartete Schuljahr ist das aber nicht der Fall.

Im Frühjahr rief die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie den sogenannten Schulstornofonds für abgesagte Schulveranstaltungen ins Leben. Damit sollte verhindert werden, dass Eltern oder Schulen auf anfallenden Stornokosten, beispielsweise von Sprachreisen, sitzen bleiben. Eine Unterstützung gab beziehungsweise gibt es jedoch nur für jene Reisen, die ursprünglich für das vergangene Schuljahr 2019/2020 gebucht wurden. Oder eben kostenfrei in den Herbst verschoben werden konnten. „Ob auch im Schuljahr 2020/2021 Stornokosten übernommen werden, dazu konnte das Bildungsministerium noch keine Auskunft geben“, schrieb Leser Peter L. im Sommer. Die Tochter des Wieners sollte im September nach Dublin fahren. In ihrem Fall hat der Reiseveranstalter Insolvenz angemeldet, die Sprachreise fällt ins Wasser. Die grundsätzliche Frage aber bleibt.

Das Bildungsministerium teilte der Ombudsfrau mit, dass es für die Rückzahlung von Stornokosten für Schulreisen, die erstmals für das Schuljahr 2020/2021 gebucht sind, derzeit keine gesetzliche Grundlage gebe. Man bemühe sich jedoch um eine gesetzliche Änderung, sodass auch Reisen, die z. B. für diesen Herbst gebucht wurden, umfasst sind. Dies hänge auch von der Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen ab.

Weil diese derzeit steigen, wäre eine Verlängerung des Fonds wohl eine gute Idee!

 Ombudsfrau
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