Zwei Stunden lang habe man sich - jetzt kommt's und macht schon hellhörig - "in sehr guter Atmosphäre" unterhalten. Und noch besser: Am Montag werden die Landesspitzen nach der Regierungssitzung "gemeinsam" über das Gespräch informieren.
Bislang hatten die Presseinfos immer in getrennten Räumen und verschiedenen Stockwerken stattgefunden. Das lässt Spielraum für Spekulation: Ist das Kriegsbeil begraben? Haben sich, angesichts des sonntäglichen Desasters, beide besonnen? Stehen wir vor einer Periode der guten Zusammenarbeit? Hat man sich schon in der Landeshauptmannfrage geeinigt? Spätestens am Montag werden wir Näheres wissen.
SPÖ vor Totalumbau?
Schon vor dem Spitzengespräch ist es, eine Stufe tiefer, überraschend einsichtig zugegangen. Die ersten, die dem Kater Saures gaben, waren die Sozialdemokraten. Man habe die Zeichen verstanden. Parteigeschäftsführer Toni Vukan formulierte etwa am Donnerstag, dass die "herben Verluste in den Hochburgen doch schwer im Magen liegen", es werde Reformen geben. Der SPÖ stünde in der Steiermark ein Totalumbau ins Haus, heilige Kühe würden geschlachtet, und es gebe auch keine Tabus. Integration sei dabei Themenschwerpunkt der nächsten Jahre.
Rinner: "Wird Radikalreform geben müssen"
Auch die Volkspartei ist mittlerweile in sich gegangen. Bernhard Rinner, der schwarze Geschäftsführer, gab sich ebenfalls "ergebnisernüchtert". Und die Wortwahl klingt ähnlich der des SPÖ-Kollegen: "Es wird eine Radikalreform geben müssen." Ob das inhaltlich oder auch personell gemeint sei, darauf wollte Rinner keine Antwort geben. Seit Montag werde jedenfalls schon an neuen Strukturen gearbeitet. Und man weiß auch bei der Volkspartei: "Wir werden Meinungen von außen stärker zulassen müssen..."
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
Archivbild








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