18.09.2020 06:37 |

„Total falsch“

Neuer Sex-Vorwurf: Trumps Team dementiert

Eineinhalb Monate vor der Präsidentschaftswahl hat der derzeitige Amtsinhaber Donald Trump mit einem neuen Vorwurf des sexuellen Übergriffs zu kämpfen. Das ehemalige Model Amy Dorris warf ihm in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ vor, sie während des Tennisturniers US Open in New York 1997 begrapscht und gewaltsam geküsst zu haben. Trumps Wahlkampfteam weist die Vorwürfe zurück.

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Sie seien „total falsch“, heißt es in einer Stellungnahme. Der Bericht sei grundlos, die Veröffentlichung heimtückisch. Man werde sämtliche rechtlichen Mittel in Erwägung ziehen, um den „Guardian“ zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte Jenna Ellis, eine Rechtsberaterin des Wahlkampfteams. Die Zeitung erklärte, sie stehe zu ihrer Berichterstattung.

2016 kurz vor Wahl Tonaufnahme mit Grapsch-Gerede aufgetaucht
Trump wurden bereits mehrfach sexuelle Übergriffe vor seiner Zeit im Weißen Haus vorgeworfen. So gelangte kurz vor der Wahl 2016 eine Tonaufnahme von 2005 an die Öffentlichkeit, in der er sich damit brüstet, Frauen zu begrapschen. Trump tat die Kommentare als „Umkleidekabinen-Gerede“ ab und entschuldigte sich.

Umfrage: Biden neun Prozentpunte vor Trump
Noch vor Bekanntwerden der jüngsten Vorwürfe wurden Ergebnisse einer Umfrage von Reuters/Ipsos veröffentlicht, denen zufolge der demokratische Präsidentschaftskandidaten Joe Biden derzeit um neun Prozentpunkte vor Trump liegt. Landesweit hätten sich 50 Prozent für Biden ausgesprochen, 41 Prozent für Trump, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung vor. Rund neun Prozent der vom 11. bis 15. September befragten Wahlberechtigten sind demnach noch unentschlossen, welchem der beiden Kandidaten sie ihre Stimme gegeben sollen. Wie sich die Sexvorwürfe auf die Wählergunst auswirken werden, ist nicht abschätzbar.

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