Bequem, doch teuer

Pro & Contra zum Online-Einkauf von Lebensmitteln

Web
02.10.2010 15:41
Immer mehr Unternehmen bieten Lebensmittel des täglichen Bedarfs im Internet an. Der stationäre Handel ist umkämpft, neue Vertriebswege müssen her. In Österreich liefern bereits große Einzelhandelsketten wie Billa oder Merkur, aber auch kleine und mittlere Betriebe auf Knopfdruck nach Hause. krone.at fasst zusammen, was du beim Online-Einkauf von Lebensmitteln beachten solltest und welche Vor- und Nachteile es abzuwägen gilt.

Der bequeme Einkauf per Internet hat vor allem bei Büchern, Musik und DVDs einen wahren Siegeszug angetreten. Nun soll der Lebensmittelsektor als lukratives Geschäftsfeld nachziehen - und zwar auch in Österreich. Noch ist der Markt überschaubar und die Optionen regional sehr unterschiedlich, doch das Angebot wächst stetig. Vor allem kleine Bio-Anbieter haben den Verkauf per Internet für sich entdeckt und sind in zahlreichen Regionen zu finden.

Zu den größten Anbietern in Österreich zählen die zum Handelskonzern Rewe gehörenden Einzelhändler Billa und Merkur sowie Online-Versandhändler Amazon. Während Billa nur innerhalb der Wiener Stadtgrenzen ausliefert, ist Merkur zusätzlich noch in Wien-Umgebung, Baden, Wiener Neustadt, Linz und Linz-Umgebung tätig. Egal wo du zu Hause bist, die Vor- und Nachteile der Lebensmittelbestellung per Internet gelten für alle Anbieter:

Pro: Einfache Bestellung
Der wohl größte Pluspunkt für den Online-Einkauf von Lebensmitteln ist derselbe wie bei anderen Produktgruppen auch - im Internet einzukaufen erfordert lediglich einen Laptop und eine Online-Verbindung.
Contra: Komplizierte Problemlösung
Natürlich gilt auch beim Internet-Einkauf von Lebensmitteln das Rückgabe- und Rücktrittsrecht. Doch eine nur zähe Klärung von Problemen per E-Mail oder Hotline kann mühsam sein. Zudem kann ein Lieferengpass die Essensplanung unversehends durcheinanderbringen.

Pro: Lieferung nach Hause
Nicht nur die Bestellung ist bequem, auch die Lieferung erfordert nicht mehr als die Anwesenheit zur angegebenen Uhrzeit. Bei einigen Angeboten kleinerer Online-Shops ist nicht einmal das nötig: Wird ein Ort angegeben, wo die Lebensmittel sicher hinterlassen werden können, werden sie auf Wunsch einfach dort hinterlegt.
Contra: Umwelt & Lieferkosten
Eines ist klar: Ökologisch bewusst leben und online Lebensmittel einkaufen verträgt sich auf die Dauer nicht. Denn wer zu Fuß einkaufen geht, erspart dem Planeten eine ganze Menge Treibhausgase. Davon abgesehen fallen beim Online-Einkauf in jedem Fall Mindestbestellwerte und Zustellgebühren an. Die Lieferkonditionen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Vorsicht ist bei Amazon geboten: Hier sind verschiedenste Anbieter vertreten, die zum Teil horrende Lieferkosten verrechnen - nicht selten mehrere Euro pro Artikel!

Wiener und Menschen, die in Wien-Umgebung leben, fahren bei den großen Lebensmittelketten am günstigsten. Wer außerhalb dieses Gebiets wohnt, wird entweder nicht beliefert oder muss mit höheren Mindestbestellwerten rechnen. Wer beispielsweise in Wiener Neustadt oder Baden bei Merkur online bestellt, muss um mindestens 119 Euro einkaufen. Die Zustellgebühren liegen bei allen Anbietern in der Regel zwischen 5 und 10 Euro.

Pro: Mehr Flexibilität ...
Aus verschiedenen Gründen wie ungünstigen Arbeitszeiten im Notfall auf den Online-Einkauf von Lebensmitteln ausweichen zu können, ist praktisch.
Contra: ... doch nicht in allen Bereichen
So akzeptiert zum Beispiel nicht jeder Service Kartenzahlung - wenigstens ein Mindestmaß an Planung ist also dennoch nötig, um nicht ohne Bargeld dazustehen. Einige Anbieter beliefern zudem jeden Tag ein bestimmtes Gebiet. Wer an diesem Wochentag keine Zeit hat, hat möglicherweise Pech gehabt oder muss draufzahlen.

Pro: Größere Auswahl
Auch wenn zum Beispiel biologisch produzierte Lebensmittel heute zum guten Ton in fast jedem Supermarkt zählen - wer spezielle Schmankerl sucht, wird im Internet oft einfacher fündig als in der näheren Umgebung.
Contra: Höherer Preis
Nicht nur Versandkosten gilt es zu beachten. So haben Verbrauchertests in Deutschland ergeben, dass eine Familie für den Lebensmitteleinkauf bei Amazon mehr als doppelt so viel berappen muss wie für einen Einkauf im Supermarkt. Ob der Zeitdruck also wirklich so groß ist wie gedacht oder nicht besser ein Gang zum Supermarkt die Faulheit verdrängen sollte, will wohlüberlegt sein.

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