18.09.2020 06:00 |

EU lehnt Hilfe ab

Hilferuf der Eventbranche: 70% der Clubs bedroht

Veranstalter und Klubbetreiber halten nicht mehr lange durch, doch die EU lehnt eine Unterstützung ab. In Absprache mit der Bundesregierung haben führende Unternehmen aus der Tourismus- und Veranstaltungsbranche ein finanzielles Auffangnetz erarbeitet, das Firmen vor der Pleite durch Corona retten soll - den sogenannten Fixkostenzuschuss Phase II.

Dieser sieht einen Ersatz für Aufwendungen vor, die in Vorbereitungen für die Erzielung von Umsätzen geflossen sind und aufgrund der Pandemie nicht realisiert werden konnten. Trotz lauter Proteste sieht die EU-Kommission von diesem Unterstützungsmodell ab - in ihren Augen sei die Katastrophe vorbei, stattdessen sollen die Zuschüsse als reguläre Wirtschaftshilfe ausgezahlt werden.

Damit würde aber der Ersatz der Kosten wegfallen und auch der Maximalbetrag von 800.000 Euro pro Unternehmen in Kraft treten - eine Deckelung, die bei Events die tatsächlichen Investitionen kaum decken würde.

„Todesurteil für Österreichs Kultur- und Eventleben“
„Keine Unterstützung wäre katastrophal und würde das Todesurteil für Österreichs Kultur- und Eventleben bedeuten“, ist sich die IG (Interessengemeinschaft) Österreichische Veranstaltungswirtschaft sicher. Sollte es nicht rasch zu einem 100-prozentigen Fixkostenzuschuss kommen, müssen laut dem Nachtgastro-Verband bis zu 70 Prozent der Clubs schließen.

„Der Veranstaltungsbranche wurde im März ein ,Berufsverbot‘ auferlegt. Events mit einer vor-pandemischen Maximalkapazität können voraussichtlich erst Ende Sommer 2021 wieder stattfinden. Wer soll dieser Belastung ohne staatliche Unterstützung standhalten?“, fragt Veranstalter Matthias Rotermund von der Firma Live Nation.

Kronen Zeitung

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