11.09.2020 16:00 |

Prozess in Salzburg

Weitere Verurteilungen nach Rudolfskai-Randale

Eine Massenschlägerei an der Lokalmeile am Rudolfskai in der Stadt Salzburg vom 3. November 2019, bei der Polizisten von Nachtschwärmern mit Gegenständen beworfen worden waren, hat zu Strafverfahren wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung geführt. Drei Jugendliche bzw. junge Erwachsene wurden bereits verurteilt, drei weitere standen am Freitag in Salzburg vor Gericht.

Bei dem Vorfall sollen einige Nachtschwärmer nach der Schlägerei den eintreffenden Polizisten mit hoher Aggression begegnet sein. Die Beamten zogen sich darauf zurück, um Verstärkung und Schutzausrüstung zu holen. Als sie wieder anrückten, wurden sie mit Gegenständen und Flaschen beworfen. Insgesamt standen 50 Polizisten im Einsatz.

Ein Beamter wurde durch einen Flaschenwurf am Arm verletzt und im Unfallkrankenhaus Salzburg behandelt. Fünf Personen im Alter von 16, 17, 19 und 23 Jahren, sowie ein 15-Jähriger wurden wegen ihres aggressiven Verhaltens vorläufig festgenommen. Gegen vier Uhr war die Partymeile schließlich geräumt. Für die Ermittlungen wurden auch Videos aus Überwachungskameras und Body-Cams von Polizisten ausgewertet.

Sechs Burschen wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung angeklagt, davon wurden drei bereits verurteilt. Heute mussten sich weitere drei Nachtschwärmer bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg verantworten. Einer davon, ein mittlerweile 16-Jähriger, soll zwei Flaschen gezielt in Richtung von mehreren Polizisten geworfen haben. Ein Beamter erlitt eine Prellung am rechten Arm. Ansonsten wurden keine weiteren Polizisten getroffen. Fünf Angeklagten wurde angelastet, dass sie versucht haben, Polizisten mit Gewalt an der Festnahme und an Amtshandlungen zu hindern. Zwei Burschen sollen zudem versucht haben, zwei Personen durch Schläge und Tritte zu verletzen.

Am Freitag saßen insgesamt sieben Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahre zum Teil wegen anderer Delikte wie Sachbeschädigung, Diebstahl, Brandstiftung, Verstoßes gegen das Waffen- und Suchtmittelgesetz sowie Urkundenunterdrückung vor Strafrichterin Nicole Haberacker. Davon sollen drei Angeklagte laut dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft bei dem Tumult am Rudolfskai dabei gewesen sein, darunter der vorbestrafte 16-Jährige. Er bekenne sich zu „sämtlichen Strafanträgen“ für schuldig, sagte sein Verteidiger. Laut einem psychiatrischen Gutachten ist der Teenager nur eingeschränkt zurechnungsfähig gewesen. Ein weiterer Bursch zeigte sich im Wesentlichen tatsachengeständig. Und der Dritte im Bunde bereute die Tat, allerdings konnte er sich laut seinem Verteidiger wegen seiner damaligen Alkoholisierung kaum mehr an den Vorfall erinnern.

 Salzburg-Krone
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