„Regional einkaufen!“

Was bedeutet Kurz-Rede für den Tierschutz?

„Das ist gesund, schützt das Klima, ist gut für die Landwirtschaft und gibt Sicherheit in Zeiten der Krise.“ - So äußerte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz in seiner Rede am vergangenen Freitag und appellierte an die Österreicher, regionale Produkte zu kaufen. Würde die Nachfrage um 20 Prozent steigen, würde das neue Jobs und 4,6 Mrd. Euro mehr regionale Wertschöpfung bedeuten. Dieser Prozentsatz muss unbedingt auch für tierische Lebensmittel gelten, da sind sich Tierschützer einig.

„Gerade in der Landwirtschaft gibt es viel Tierleid“, so „Krone“-Tierexpertin Maggie Entenfellner. „Sei es durch Transporte, die Trennung der Klber von ihren Müttern oder einfach schlechte Haltungsformen, die wir teilweise in Österreich haben.“ Die Standards seien schon gut, aber in der Versorgung könne noch deutlich mehr getan werden. „Wenn die Produkte, die wir kaufen, aus Österreich kommen, ist das sehr wünschenswert. Wir müssen uns darüber bewusst sein, dass wir jeden Tag mit dem Griff ins Supermarktregal auch über Tierwohl entscheiden“, so Entenfellner.

Die „Krone“ fordert mir der Unterstützung der breiten Leserschaft schon lange Verbesserungen und erzielte bereits erste große Erfolge, wie etwa die Einberufung eines Gipfels zum Themen Tiertransporte, dem auch Taten folgen sollen. Auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ begrüßt das Bekenntnis zur Regionalität in der öffentlichen Beschaffung in einer Aussendung: „Wichtig ist allerdings, dass diese 20 Prozent Steigerung, von denen Bundeskanzler Sebastian Kurz in seiner Rede gesprochen hat, auch für tierische Lebensmittel gelten. Nur so wäre es auch ein ganz wichtiger Schritt für mehr Tierwohl und mehr Klimaschutz.“

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Denn in einigen Bereichen ist Österreich anderen Ländern voraus. So leben hierzulande wesentlich weniger Hühner und Puten auf einem Quadratmeter als in anderen Ländern der Europäischen Union. Auch Transporte innerhalb Österreichs sind kürzer als im EU-Schnitt. Besonders bei Kalbfleisch ist dieses Bekenntnis zur Regionalität wichtig, da Österreich viel Kalbfleisch importiert, aber auf der anderen Seite lebende Kälber exportiert. „Es wird daher wirklich Zeit, dass dem ein Riegel vorgeschoben wird“, so „Vier Pfoten“.

Spannende Beiträge zu regionalen Lebensmitteln finden Sie unter www.krone.at/frischzumir.

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Dienstag, 29. September 2020
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