28.08.2020 13:30 |

Nach brisantem Fund

Fliegerbombe am Untersberg entschärft

Entminungsspezialisten aus Wien stiegen Donnerstag zu der am Vortag auf dem Untersberg gefundenen US-Fliegerbombe auf. Dabei handelte es sich um einen Blindgänger, dessen Zündung noch intakt war. Die Spezialisten entschärften die Bombe. Die übrigen Teile werden am Truppenübungsplatz Allentsteig (NÖ) gesprengt. 

Ein Wanderer hatte am Mittwoch die 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich des Grödiger Törls in rund 1150 Metern Seehöhe abseits bewanderter Wege entdeckt.

Sprengstoffspezialisten der Polizei bestätigten den Bombenfund. Tags darauf waren die Entminungsexperten aus Wien im abgesperrten Gelände im Einsatz und entschärften die Bombe, bei der es sich um einen sogenannten „Zerscheller“ handelte. Das heißt: Die Bombe war damals beim Aufschlag nur teilweise explodiert - Kopf mit Zünder und Teile der Bombe waren noch funktionstüchtig.

Wie das Bundesheer mitteilte, werden auch 75 Jahre nach Kriegsende jedes Jahr immer noch viele Tonnen an Kriegsmaterial in Österreich gefunden. So war der Entminungsdienst seit Jahresbeginn 2020 bundesweit bereits bei 685 Einsätzen zur Entschärfung, Bergung und zum Abtransport von Kriegsrelikten tätig. Dabei wurden insgesamt 14 Tonnen Kriegsmaterialien verschiedenster Art, von der Infanteriemunition über Handgranaten bis zur Fliegerbombe entsorgt. Zu den Fundorten zählen Seen und Flüsse ebenso wie Waldgebiete, Städte oder alpines Gelände.

Der Entminungsdienst wies darauf hin, dass die Kriegsrelikte höchst gefährlich sind und unter keinen Umständen berührt werden sollten. Wird ein verdächtiges Objekt gefunden, sollte man unverzüglich die nächste Polizeidienststelle kontaktieren.

 Salzburg-Krone
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