26.08.2020 06:00 |

Preis-Rekorde:

Wo Wohnträume für viele unerfüllbar sind

Die Kurve geht bei Immo-Preisen in allen Salzburger Stadtteilen trotz Krise weiter nach oben. Eklatant sind die Anstiege in den Luxus-Vierteln im Süden. In Salzburg-Gneis wurde im Neubau bei Eigentum die 10.000er-Marke schon geknackt. Auch bei Mieten ist der boomende Stadtteil mit bis zu 22,5 €/m2 Spitzenreiter. Vergleichsweise günstig, aber auch mit Trend nach oben sind die Elisabeth Vorstadt oder Taxham.

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Wohnmarktbericht, den Team Rauscher Immobilien jedes Jahr gemeinsam mit Immoservice Austria erstellt. Elisabeth Rauscher berichtet von einem weiteren Preissprung nach der Krise von rund fünf Prozent im Stadtgebiet.

Nach Corona wünschen sich alle mehr Platz


„Objekte mit größeren Außenflächen sind begehrt“, so Rauscher. Egal ob Dachterrasse, Balkon oder Garten: Die Salzburger wünschen sich nach dem Lockdown mehr Freiraum. Bauland ist in der Stadt mittlerweile komplett ausgesucht. Nur 40 Gründe wurden 2019 verkauft.

Enorme Nachfrage, wenig Angebot: Das ist der teuflische Mix, der viele Wohnträume platzen lässt. Die Anleger seien nach Corona noch verstärkter aktiv, heißt es. Zwischen einem Drittel und einem Fünftel aller Wohnungen werden im Großraum Salzburg von Anlegern gekauft. Ein Trend, dem auch Forscher der Uni Salzburg auf den Grund gehen. Das drohende Platzen einer Immobilien-Blase sehen sie nicht. Es setzen kaum risikobereite, ausländische Investoren ihr Geld ein, vielmehr wollen heimische Anleger Sicherheit.

Die großen Verlierer der Corona-Krise sind Mieter, die keinen langfristigen Vertrag haben. Denn extreme Kaufpreise schlagen sich irgendwann auch auf die Mieten nieder, wissen Experten. Das Bauressort der Stadt hat begonnen gegenzusteuern: Bauträgern werden jetzt Fixpreise vorgeschrieben. Beim geplanten Projekt am Dossenweg im Luxus-Viertel Gneis sind es immerhin 3800 bis 4600 €/m2.

 Salzburg-Krone
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