25.08.2020 06:00 |

Ansturm flaut jetzt ab

2500 steirische Urlauber in einer Woche getestet

Der Ansturm von Kroatien-Heimkehrern war in der Steiermark gewaltig, das Gratis-Angebot für Balearen-Reisende wird deutlich weniger gefragt. Die Gesundheitslandesrätin plädiert aber, sich testen zu lassen: „Wir wollen die Dunkelziffer möglichst klein halten.“

Gewaltige Autoschlangen wie vor dem Wiener Ernst-Happel-Stadion gab es in der Steiermark nicht - doch der Ansturm auf die „Drive-in-Teststationen“ war in den vergangenen Tagen dennoch beträchtlich, wie etwa eine „Krone“-Lokalaugenschein in Graz-Mariatrost veranschaulichte. Auch die neue Station in Lannach war von Anfang an gut besucht.

Seit der Vorwoche gilt ja eine Reisewarnung für Kroatien. Einreisende müssen einen aktuellen negativen Corona-Bescheid mitführen, ansonsten geht’s in Heimquarantäne (aus der man sich binnen 48 Stunden „freitesten“ lassen kann). All jene, die kurz vor Inkrafttreten der Reisewarnung aus Kroatien heimkehrten, konnten sich zudem einige Tage lang kostenlos testen lassen.

3500 Anrufe an nur einem Tag
Das alles sorgte für einen Ansturm auf die Gesundheitshotline 1450. Laut Rotem Kreuz gab es von Sonntag, 16. August, bis Sonntag, 23. August, mehr als 9700 Anrufe! „Die erste Spitze bei den Anrufern verzeichneten wir am Sonntag mit 1400, am Montag waren es dann schon über 3500, am Dienstag 1300.“ Zum Vergleich: Am vergangenen Sonntag gab es „nur“ 624 Telefonate.

Im oben genannten Zeitraum wurden mehr als 4500 Testtermine vereinbart. 2500 davon betrafen Kroatien-Heimkehrer!

Kaum Rückkehr von den Balearen
Seit gestern gilt nun auch eine Reisewarnung für die balearischen Inseln (Mallorca, Ibiza, Menorca usw.) - und ein Gratis-Testangbot für Urlauber, die zwischen 14. und 23. August von dort heimkehrten. Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß bittet, dass sich auch Personen ohne Symptome testen lassen: „Damit können wir die Dunkelziffer möglichst klein halten und das epidemiologische Geschehen in der Steiermark genauer beobachten.“

Ein vergleichbarer Ansturm wie vergangene Woche blieb aber aus: Bis Montagmittag wurden beim Roten Kreuz gerade einmal sieben Anrufe von Balearen-Rückkehrern verzeichnet. Generell sind Anzahl der Anrufe und Testtermine wieder deutlich gesunken. Das gibt Hoffnung, dass auch die Ergebnisse rascher vorliegen.

Jakob Traby
Jakob Traby
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