20.08.2020 06:00 |

Ein Lokalaugenschein

Die Urlaubs-Heimkehrer stürmen Test-Station

Hochbetrieb herrscht dieser Tage bei der Park-&-Ride-Anlage in Fölling. Autofahrer, Radfahrer & Co. nutzen das derzeitige Gratis-Angebot. Die „Krone“ war auf Lokalaugenschein bei den Rotkreuz-Experten.

Den ersten Test-Termin gab es bei der Drive-in-Station in Graz-Mariatrost (Fölling) am Mittwoch um 9.15 Uhr. „Diese Termine bekommt man nur über die Gesundheitshotline 1450“, klärte uns gleich zum Empfang Rotkreuz-Sprecherin Anna Eisner-Kollmann auf. Viele wollen das aber nicht einsehen, auch am Mittwoch kamen an die 20 Personen ohne Termin. „Ganz ehrlich: das nervt. Diese Diskussionen stören nur unseren Betrieb“, sagte Testerin Selina Steiner. Und mancher wird dann auch noch ausfällig...

Auch andere „Problemfälle“ tauchen auf. Viele kommen statt pünktlich viel zu früh (sogar um mehr als eineinhalb Stunden), für andere ist die Einfahrt (2,10 Meter) zu niedrig. Die müssen dann eben zu Fuß die Runde durchs Parkhaus antreten. Einige kommen sowieso schon zu Fuß, auch Rad- oder Mopedfahrer konnten wir beobachten.

Handschuhe werden jedes Mal gewechselt
Viele Steirer nehmen die Vorschriften eben nicht so ernst – im Gegensatz zum Rotkreuz-Team. Die Anmeldung funktioniert völlig kontaktlos, nur zur Übergabe der Info-Blätter darf die Autoscheibe einen Spalt geöffnet werden. Bei der Teststation ist Selina Steiner nicht wieder zu erkennen: Ganzkörper-Schutzanzug, zwei paar Handschuhe (das obere Paar muss nach jedem Test entsorgt werden!), Schutzmaske, Visierschutz. „Angenehm ist natürlich etwas anderes“, sagt die sympathische Steirerin, „es wird einem auch verdammt heiß. Aber das Ganze ist ja zu unserem Selbstschutz.“

Sechs Monate altes Baby getestet
Da fuhr auch schon eine dreiköpfige Familie aus dem Bezirk Deutschlandsberg vor, alle mit Mund-Nasen-Schutz im Auto, Aussteigen ist verboten. „Wir waren in Kroatien auf Urlaub, nutzen jetzt die Chance, einen Gratis-Test machen zu können.“ Rund 20 Sekunden dauert der Mund-Abstrich. Und Steiner betont: „Frauen sind dabei viel tapferer. Viele Männer bekommen einen Würgereiz, sie husten oder beginnen zu weinen.“ Auf eines die Rotkreuz-Expertin stolz: „Noch hat kein Kind den Test verweigert. Auch wenn ich aussehe wie ein Mars-Männchen.“ Der jüngste Testkandidat war übrigens ein sechs Monate altes Baby.

Hunderte Corona-Tests wurden am Mittwoch bis 21 Uhr in Fölling gemacht, dann an ein Labor geschickt. Spätestens nach 48 Stunden sollten die Ergebnisse bekannt sein...

Michael Jakl
Michael Jakl
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