19.08.2020 12:39 |

„Allahu akbar“

Iraker verursachte mit Opel drei Unfälle in Berlin

Ein mutmaßlicher Terrorist hat am Dienstagabend Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Der 30-jährige Iraker verursachte drei Unfälle auf der Autobahn - die Polizei geht davon aus, dass er diese absichtlich herbeigeführt hatte. Es wurden sechs Menschen verletzt, drei von ihnen mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er rief nach dem dritten Crash „Allahu akbar“ und drohte laut „Bild“: „Keiner kommt näher, sonst werdet ihr alle sterben.“

„Nach derzeitigen Erkenntnissen ist es ein islamistisch motivierter Anschlag gewesen“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der Iraker soll psychische Probleme haben.

Bombendrohung stellte sich als unwahr heraus
Bei den ersten beiden Unfällen auf der Autobahn A100 raste er in mehrere Autos, beim dritten mähte er zwei Motorradfahrer um, die dabei schwer verletzt wurden. Danach stellte er eine Box auf seinen schwarzen Opel Astra, die wie eine Munitionskiste aussah, und warnte vor einem „gefährlichen Gegenstand“ darin. Nachdem die Polizei die Box mit einem Wassergewehr gewaltsam geöffnet hatte, konnte sie darin jedoch nichts Verdächtiges, wie eine Bombe, entdecken.

Der 30-Jährige konnte schließlich überwältigt und festgenommen werden. Eine weitere Kiste im Kofferraum stellte sich als harmlos heraus. Sprengstoff-Experten waren ebenfalls vor Ort, konnten aber keine explosiven Stoffe im Wagen finden.

Polizei: Gezielt Motorradfahrer angegriffen
Gegen den Verdächtigen ermittelt nun der Staatsschutz wegen versuchten Mordes. Die Polizei teilte mit, dass der Iraker wohl gezielt Motorradfahrer angegriffen hatte. Die Autobahn musste für mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt werden, was zu einem gewaltigen Stau führte.

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