19.08.2020 07:00 |

Saaldiener

Die Aufpasser der Salzburger Festspiele

200 Menschen arbeiten bei den Festspielen im Publikumsdienst. 16 Spielorte wurden auf acht reduziert: Heuer sind bis zu 15 Prozent mehr Saaldiener bei den Vorstellungen im Einsatz - und achten auf die Corona-Regeln.

Unterm Jahr haben wir 80 Mitarbeiter im Publikumsdienst. Die größte Herausforderung war, kurzfristig 120 Leute für den Sommer zu finden. Es war ja nicht sicher, ob und in welcher Form die Festspiele stattfinden würden“, erzählt die Chefin des Publikumsdienstes Laura Hüttmann.

Das Festival musste Masken besorgen, Schutzvisiere anfertigen lassen, Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen – in einer Zeit, in der vieles davon knapp war. Und: Die Mitarbeiter bekamen natürlich eine Schulung zu den Coronaregeln. „Es gibt hier und da Gäste, die die Maskenpflicht hinterfragen. Da muss man entsprechend argumentieren können. Jeder muss sich bewusst sein, was für eine große Verantwortung er trägt.“ Hüttmann war zwölf Jahre Polizistin. Ihre Erfahrung hilft. „Ich vermittele in der Schulung auch, wie man eine freundliche aber bestimmte Ansage an den Gast macht.“ Das Ziel: ein zufriedener Besucher, der die Regeln respektiert und befolgt.

Zwei, die den richtigen Ton finden, sind die Saaldiener Alexandra Helldorff und Benedikt Wolfsberger. Was sind die häufigsten Probleme? „Manchmal tragen Gäste die Maske unterhalb der Nase. Die meisten bedanken sich, dass wir sie darauf aufmerksam machen. Nur in Einzelfällen müssen wir zweimal ersuchen“, sagt Helldorf.

Auch für das neue Fächer-Verbot hätten die Besucher Verständnis. „Die Leute sind generell entspannt und dankbar, dass die Festspiele stattfinden“, erzählt Wolfsberger.

Ein zehnköpfiges externes Taktik-Team unterstützt die Saaldiener. Sie prüfen zum Beispiel auffällige Gepäckstücke. Staatsgäste bringen ihre eigene Security mit. Heuer neu: Die Mitarbeiter des Publikumsdienstes sind fix an die Spielorte gebunden. Gewechselt wird nicht. So soll eine Ausbreitung des Virus unter den Teams verhindert werden. „Falls sich jemand nicht gut fühlt, melden wir das dem Betriebsarzt“, sagt Hüttmann. Vor ein paar Tagen dachte eine Person, dass sie Symptome hätte. „Sie wurde sofort getestet. Einen Tag später hatten wir das Ergebnis. Es war negativ.“

Christoph Laible
Christoph Laible
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