Nach der Kurzarbeit:

SPÖ-Landesrätin fordert Arbeiten nur an vier Tagen

Die Debatte um die Vier-Tage-Arbeitswoche - als Nachfolgemodell für die Kurzarbeit in der Krise - ist in Oberösterreich angekommen. Auch SPÖ-Landeschefin Birgit Gerstorfer wirbt nun für das Modell von Bundesvorsitzender Pamela Rendi-Wagner mit 20 Prozent weniger Arbeit, aber nur 5 Prozent weniger Nettolohn.

„Gerade jetzt, angesichts steigender Arbeitslosigkeit, müssen wir Fragen der gerechten Verteilung von Arbeit aktiv und entschlossen angehen“, sagt die SPÖ-Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer. Sie knüpft an den Vorschlag ihrer Bundesvorsitzenden an, die Arbeitszeit derart um 20 Prozent zu reduzieren, den Einkommensverlust netto aber auf fünf Prozent zu beschränken. Unter anderem durch eine Förderung durch das AMS für bis zu drei Jahre.

Gleich mehrere positive Effekte
Die Kosten betrügen nur etwa ein Fünftel der Kurzarbeitskosten in der Corona-Krise. „Besseres Arbeitsumfeld, produktiveres Arbeiten, weniger Krankenstände“, bringt Gerstorfer die Effekte der 4-Tage-Woche auf den Punkt. Wobei die meisten Arbeitnehmer laut Umfragen ein verlängertes Wochenende einem freien Tag unter der Woche vorziehen würden. Natürlich sollen auf die Weise auch mehr Arbeitslose in Beschäftigung gebracht werden.
In einigen Kollektivverträgen, zum Beispiel im Handel, ist die Vier-Tage-Woche schon jetzt möglich, allerdings unter gleichzeitiger Ausdehnung der Tagesarbeitszeit auf zehn Stunden. So ein Modell meint die SPÖ allerdings nicht.

Werner Pöchinger/Kronen Zeitung

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Mittwoch, 23. September 2020
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