Die Alpha-Phase - also erste Tests im laufenden Betrieb - des neuen offenen Netzwerks soll nun im Oktober starten, kündigen die Macher, vier Studenten der New York University, an. Ob der Termin zu halten ist, ist fraglich, doch immerhin ist nun klar, wie Diaspora aussehen und welche Features es bieten wird - die Bilder findest du in der Infobox.
Stilistisch etwas abgeklärter und farbärmer als Facebook, ist die Nähe zum großen Konkurrenten auf den nun erstmals veröffentlichten Screenshots dennoch unverkennbar. Eine ähnliche Startseite, auf der Status-Updates von Freunden zu sehen sind, gibt es ebenso wie die Möglichkeit, Fotoalben anzulegen. Die Inhalte dafür können bequem per Drag-and-Drop vom Ordner auf dem Computer ins Internet verschoben werden. Auch das Zuordnen von Freunden in Listen ist möglich, bei Diaspora "Aspects" genannt.
Hacker finden schwere Sicherheitslücken
Unterdessen interessiert sich die Entwickler-Fachwelt eher für den ebenfalls veröffentlichten Quellcode. Diaspora soll schließlich Menschen anziehen, die mit den immer wieder kritisierten Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook und deren Verwendung von Nutzerdaten unzufrieden sind. Im Quellcode sind die IT-Spezialisten allerdings schon jetzt auf einige schwere Sicherheitslücken gestoßen, wie "The Register" berichtet.
Unter anderem sei es für Hacker problemlos möglich, Accounts zu übernehmen, Freunde hinzuzufügen und Fotos zu löschen. "Im Endeffekt ist es so: Im Moment gibt es nichts, was du mit dem Diaspora-Account eines anderen nicht tun kannst - absolut nichts", stellte etwa Patrick McKenzie, Chef der Software-Firma Bingo Card Creator, in einem Hacker-Forum fest.
Die Entwickler haben bei der Veröffentlichung des Quellcodes jedoch festgehalten, dass dieser noch in einem sehr frühen Stadium (Pre-Alpha) ist und Sicherheitslücken ebenso wie Bugs enthält. Wer mitarbeiten wolle, sei herzlich eingeladen, heißt es im Blog.
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