Nicht rechtskräftig

2 Jahre Haft für Diebstahl teurer Krebsmedikamente

Mit dem Leid krebskranker Menschen wollte ein 33-Jähriger Geschäfte machen und dann mit seiner Freundin (30) ein neues Leben ohne Kriminalität anfangen. Daraus wird nichts: Er wurde in Linz wegen schweren Diebstahls zu zwei Jahren Haft - nicht rechtskräftig - verurteilt.

Der Leasingarbeiter gestand beim Prozess in Linz, aus dem Lager seines Arbeitgebers zwischen Oktober und Dezember 2019 zweimal Fläschchen eines teuren onkologischen Medikamentes gestohlen zu haben. Zuerst 62 Stück, später 160.

Keine Abnehmer
Die Arznei wollte er verkaufen, versuchte es auch im Darknet, suchte Kontakte nach Osteuropa, schickte zwei Fläschchen in die Ukraine. Abnehmer blieben aus.

Über 300.000 Euro Schaden
Die Anklage ging von einem Schaden in der Höhe von 666.000 Euro aus. Der Verteidiger zweifelte das an. Das Gericht holte dazu auch selbst Informationen ein. Zuletzt hielt es fest, dass der Wert des Diebsgutes nicht korrekt feststellbar sei, jedoch die juristisch relevante Grenze von 300.000 Euro überschreite.

Hochzeit geplant
Der Angeklagte hatte sich eine halbe Million Euro aus dem Verkauf erhofft. Daraus wurde nichts. Und mit dem neuen Leben und der bereits geplanten Heirat wird es wohl vorerst auch nichts.

 OÖ-Krone
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Freitag, 18. September 2020
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