Bei dem Experten handelt es sich um den ehemaligen Sektionschef Erich Reiter, zuletzt Beauftragter für strategische Studien im Verteidigungsministerium.
Kein Geld für moderne Ausrüstung
Reiter konstatiert in einer "Denkschrift zur Wehrpflichtdebatte in Österreich", dass das Bundesheer "immer weniger zu seinen militärischen Aufgaben befähigt ist, weil hinten und vorne kein Geld für die militärische Ausrüstung samt zeitgemäßer, moderner Bewaffung vorhanden ist". Über Jahrzehnte sei verabsäumt worden, ein modern ausgerüstetes Heer aufzubauen.
Was die Wehrpflicht im Speziellen betrifft, so behauptet Sektionschef Reiter, dass Grundwehrdiener lediglich als menschliche Reserve für den Assistenzeinsatz, insbesondere in Katastrophenfällen, angesehen werden, wofür sie allerdings "wahrlich keine militärische Ausbildung brauchen". Für die Aus- bzw. Scheinausbildung dieser Wehrpflichtigen sei, so Reiter, "ein aufwändiger militärischer Apparat plus Administration notwendig". Das verschlinge viel Geld, und dieses Geld "fehlt für professionelle Heereselemente".
von Peter Gnam (Kronen Zeitung) und krone.at
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