02.08.2020 15:39 |

Experten-Bilanz

Der Juli bescherte uns sechs gewitterfreie Tage

Es ist nicht allein ein subjektives Gefühl - tatsächlich lassen sich mit Blick auf die Juli-Bilanz die Tage, an denen es keine Gewitter in Österreich gab, rasch abzählen. Gewitter- und blitzfreie Tage gab es im Vormonat lediglich sechs. Knapp 490.000 Blitze wurden landesweit registriert - die meisten, wie so häufig, in der Steiermark. Beachtlich sei laut der Wetterexperten allerdings die hohe Blitzdichte in der Bundeshauptstadt.

Exakt 489.896 Entladungen wurden im Vormonat vom Blitzortungssystem LINET registriert, rund 70.000 mehr als im Juli des Vorjahres, wie die Experten der Ubimet am Sonntag berichteten. Allen voran einmal mehr die Steiermark - auf das Bundesland fiel etwa ein Drittel aller Juli-Blitze, insgesamt wurden 162.584 gemeldet. Dahinter reiht sich Niederösterreich mit knapp 91.000 Entladungen und Oberösterreich mit 87.000. Zwar findet sich die Bundeshauptstadt Wien bei der Anzahl an Entladungen an letzter Stelle mit nur 3779 Blitzen - doch es ist auch das flächenmäßig kleinste Bundesland.

Was die Blitzdichte betrifft, hat auch hier die Steiermark die Nase vorne - hier wurden rund zehn Blitze pro Quadratkilometer registriert. Der Vorsprung ist allerdings denkbar knapp, denn gleich dahinter reiht sich mit neun Blitzen bereits Wien. Der Unterschied zwischen den einzelnen Wiener Bezirken sei dabei „sehr groß“ gewesen, berichtete Chefmeterologe der Unwetterzentrale, Manfred Spatzierer. „So gab es in Simmering nur etwas mehr als einen Blitz pro Quadratkilometer, in Hernals hingegen beinahe 37 Blitze pro Quadratkilometer“, berichtet er. Auf Bezirksebene liege Hernals damit auch österreichweit in Führung.

Gewitter an 25 von 31 Tagen
Gewittrig war es mit Blick auf ganz Österreich nahezu jeden Tag. An insgesamt 25 von 31 Tagen wurde zumindest eine Entladung registriert, so die Ubimet-Experten. Die meisten Gewittertage gab es mit 20 übrigens in Kärnten.

Stärkster Blitz mit 305 kA in Reutte
Beim Ranking des stärksten Blitzes hat sich an der Spitze nichts mehr geändert - 305 Kiloampere hatte jener am 28. Juli in der Tiroler Marktgemeinde Reutte. „In kürzester Zeit wurde dabei fast 20.000-mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist“, erklärt Spatzierer.

Schwere Regenfälle am Montag
Auf Österreich kommen nach einem sehr sommerlichen Start in den August am Samstag nun erneut teils heftige Gewitter zu. Bereits am Sonntag muss man bis spätestens zum Abend mit Schauern und Gewittern rechnen. Der Montag wird in ganz Österreich nass, lokal muss auch mit Überflutungen und Murenabgängen gerechnet werden. Wetterberuhigung ist aber in Sicht, bereits am Dienstag lassen die Regenfälle langsam nach.

Österreich
Wetterdaten:

Die Sonne beehrt uns dann ab Mittwoch wieder und lässt auch die Temperaturen landesweit wieder steigen. Die 30-Grad-Marke wird wohl am Donnerstag geknackt, auch der Freitag wird heiß bei bis zu 32 Grad.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 12. August 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.