29.07.2020 23:00 |

Feuerwehren auf Trab

Unwetter am Dienstag: Abtenau war Regen-Hotspot

180 Mal rückten die Freiwilligen Feuerwehren am Dienstag im ganzen Land zu Einsätzen aus. Ein abgedecktes Dach, Stromausfälle , Überflutungen, versperrte Straßen oder verklauste Bäche: Die Gewitterfront hielt die Floriani-Jünger im ganzen Land auf Trab. Der meiste Regen prasselte dabei in Abtenau nieder.

4.000 Haushalte im Tennengau, Pongau und Pinzgau waren laut Salzburg AG am Dienstag zeitweise ohne Strom. „Bereits am Mittwoch konnten jedoch alle betroffenen Haushalte wieder versorgt werden“, wie Sprecherin Saskia Heller berichtet. Zwischen 18.45 Uhr und 23.00 Uhr gingen die meisten Alarmierungen bei der Landeswarnzentrale ein. Es kam zu kleineren Murenabgängen, verklausten Bächen, nassen Kellern oder ausgerissenen Bäumen .

Pinzgau und Pongau besonders betroffen
Der Schwerpunkt der Ereignisse lag im Pinzgau und im Pongau. Im Tennengau war das Lammertal besonders betroffen. „Die Gewitterlinie ist speziell durch die Gebirgsgaue durchgezogen“, erklärt Nicolas Zimmermann vom Wetterdienstleister Ubimet. In Golling riss der Sturm teilweise das Dach eines Wohnhauses mit Geschäftslokal ab. Ortsfeuerwehrkommandant Gerald Dygruber und seine Floriani-Jünger deckten das Blechdach daraufhin provisorisch mit Planen und Holzlatten ab.

Der meiste Regen fiel in Abtenau. Laut Ubimet prasselten dort innerhalb von zwei Stunden 44 Liter pro Quadratmeter nieder.

Die vom verheerenden November-Unwetter 2019 besonders betroffenen Regionen im Innergebirg kamen mit einem blauen Auge davon. „Das war meine große Sorge, dass der bereits verwundete Boden durch solche Ereignisse erneut aufgeweicht wird und es dort wieder zu Muren oder Hangrutschungen kommt“, sagt Landesgeologe Gerald Valentin. „Bei einem geschädigten Boden kann das leicht passieren.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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