Rechnungshof deckt auf

Kuraufenthalte am Strand für Beamte aus Steyr

Kuraufenthalte in Fünf-Sterne-Hotels am Strand in Italien, ein 21-tägiger Heilaufenthalt für ein Ehepaar um 8500 €! Schonungslos deckte der Rechnungshof die Vorzüge der Beamten am Steyrer Magistrat auf. Stadtchef Hackl verweist auf die im Vergleich zu anderen Sozialversicherungsanstalten höheren Beitragszahlungen.

Eigentlich sind Beamte bei der Anstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau versichert. 15 Ausnahmen gibt es noch. Darunter die Krankenfürsorgeanstalt der Beamten der Stadt Steyr (KFA Steyr). Diese zerlegt der Rechnungshof (RH) im aktuellen Bericht. Von 41 genehmigten Kuraufenthalten fanden 17% in Italien statt, viermal wurde in einem Fünf-Sterne-Hotel am Strand gehaust. Mitunter fuhren Ehepaare mit unterschiedlichen Diagnosen zeitgleich auf Kur. Für einen 21-tägigen Aufenthalt eines Pärchens in einem Vier-Sterne-Hotel in Österreich zahlte die KFA 8500 €. Statt eines geregelten Tagesablaufs gab es bis zu zwei Therapieeinheiten – überwiegend Massagen.

„Kur im Ausland günstiger als in Österreich“
Stadtchef Gerald Hackl (SP) weist auf die höheren Beiträge der Mitarbeiter im Vergleich zu anderen Sozialversicherungen hin: „Außerdem sind Kuraufenthalte im Ausland oft günstiger als in Österreich. Genehmigt werden sie vom Amtsarzt!“ Die RH-Kritik werde ernst genommen, Mitarbeiter müssen schriftlich ihre Behandlungen nachweisen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 13. April 2021
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