24.07.2020 17:00 |

Verbauung im Zeitplan

In Pettneu werden die Naturgewalten gezähmt

In Pettneu am Arlberg bargen die Nordhänge immer schon Gefahren für den Siedlungsraum. Das gewaltige Hochwasserereignis 2018 war Initialzündung für die Zähmung des Zeinsbaches. Die „Wildbach“ ist mit schwerem Gerät vor Ort und kauft auch der „Schindler-Lawine“ die Schneid ab. Am Donnerstag gab’s hohen Besuch.

Bewegung ist gesund – aber nicht, wenn der Berg sie macht. „Die Hänge im Norden von Pettneu sind sehr instabil“, berichtet ein heimischer Feuerwehrmann. 2018 schrammte man nach Murenabgängen in den Siedlungsraum, verursacht von Zeinsbach, Schnannerbach und Gridlontobel, knapp an einer Katastrophe vorbei. Für die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) war dies nach den Sofortmaßnahmen der Anlass, ein nachhaltiges Projekt für den Schutz der Siedlungen zu entwickeln und im letzten Jahr zu starten.

Bach- und Lawinenstopp
Gemeinsam mit Gebhard Walter, WLV-Tirolchef und dem Gebietsbauleiter Daniel Kurz machte sich am Donnerstag ein sichtlich beeindruckter LH Günther Platter vor Ort ein Bild von den Baufortschritten der Bändigung des Zeinsbaches. „Wir wissen, dass solche Ereignisse immer häufiger eintreten“, so Platter. Dass eine kleine Gemeinde wie Pettneu keine Chance hätte, dies zu finanzieren, weiß BM Manfred Matt: „Ich danke den Projektpartnern Bund, Land und ÖBB-Infrastruktur.“

Laut Kurz sei man voll im Zeitplan, aktuell werde am Herzstück gearbeitet, dem Geschiebeablagerungsbecken. „Hier haben wir einen Zweifachnutzen“, präzisiert Kurz, „die Entschärfung des Zeinsbach, gleichzeitig entsteht ein Damm, der die Schindler-Lawine stoppt.“ Die Hauptarbeiten des 1,65-Millionen-Projektes sollten heuer finalisiert werden. Gebhard Walter betonte die Wichtigkeit der „hervorragenden“ Kooperation mit den lokalen Unternehmen. Und den Wert gerade dieser Schutzbauten, die erst vor drei Wochen von einer neuerlichen Mure „getestet“ wurden.

Hubert Daum
Hubert Daum
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