23.07.2020 10:31 |

Pkw mit Stein beworfen

Fingierte Unfälle: Italienische Betrüger gefasst

Geklärt werden konnte jetzt die Betrüger-Masche eines Italiener-Pärchens! Die Autos der Opfer wurden in den vergangenen Tagen immer wieder mit einem Stein beworfen, dann mussten die Geschädigten für einen angeblichen Schaden am anderen Auto zahlen. Jetzt wurden die Täter geschnappt! Es handelt sich um eine italienische Familie. 

Am Mittwoch wurde in der Polizeiinspektion Friesach von einem 62-Jährige aus St. Veit Anzeige erstattet, dass ein italienischer PKW auf der Metnitztaler Landesstraße in der Gemeinde Micheldorf in einer Bushaltestelle abgestellt war. Der Mann fuhr an dem Auto vorbei und nahm plötzlich den Steinschlag an seinem Auto wahr. Er hielt sofort an. 

Das italienische Auto begab sich dann auch zum Anhalteort des Mannes und blieb hinter ihm stehen. Der Lenker des italienischen PKW’s gab in ausländischer Sprache ganz aufgebracht gegenüber dem St. Veiter an, dass dieser während der Vorbeifahrt, sein abgestelltes Fahrzeug gestreift und dabei den rechten Außenspiegel beschädigt habe. Und er für er diesen Schaden nun aufkommen müsse, heißt es von der Polizei. 

Bei der Begutachtung der PKW’s konnte am italienischen beim Außenspiegel tatsächlich eine leichte Beschädigung und beim österreichischen eine leichte Delle beim rechten Außenspiegel festgestellt werden. Der Kärntner konnte sich dies aber nicht erklären und teilte dem Italiener mit, dass er die Polizei alarmieren wird.  Daraufhin flüchtete das italienische Paar mit im Fahrzeug. 

Wegen mehreren Vorfällen in Kärnten, die sich innerhalb der letzten Tage ereignet hatten, wurde von den Beamten der Polizeiinspektion Friesach sogleich eine Fahndung im Bezirk St.Veit nach dem flüchtigen Fahrzeug eingeleitet.

Gefasst!
Am Mittwoch gegen 10:45 Uhr konnte der italienische Pkw im Bezirk angehalten und die Täter gefasst werden. Es stellte sich heraus, dass es zeitgleich in Wolfsberg zu einer Anhaltung eines weiteren italienischen PKW gekommen war, wo es ebenfalls zu einer Vortäuschung eines Verkehrsunfalles mit anschließender Geldforderung durch die Verdächtigen kam. Die Verdächtigen wurden zur weiteren Abklärung des Sachverhaltes zur Polizeiinspektion verbracht.

„Im Rahmen der Einvernahme war der 45-jährige Mann, italienischer Staatsbürger, zum Vorfall in Friesach vollends geständig. Er gab an, dass er seit Mitte Juli mit seiner Familie in Kärnten aufhältig sei“, so die Polizei: „Er habe an unterschiedlichsten Orten in Kärnten Verkehrsunfälle vorgetäuscht und anschließend an die Geschädigten Geldforderungen gestellt.“ Bei drei vorgetäuschten Unfällen wurde von den Opfern die Geldforderung auch bezahlt, wodurch er mehrere Hunderte Euro erhielt.

Tochter und Schwiegersohn spielten mit
Der Mann gab zudem zu, dass es sich bei den Insassen des italienischen PKW’s, welcher zuvor im Bezirk Wolfsberg hinsichtlich desselben Tatbestandes angehalten wurden, um seine 23-jährige Tochter und seinen 25-jährigen Schwiegersohn handle. Im Rahmen der Einvernahme waren auch die beiden hinsichtlich der acht bis dato angezeigten Vorfälle geständig.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ordnete die Anzeige der Verdächtigen auf freiem Fuß an. Weitere Erhebungen werden diesbezüglich geführt.

 Kärntner Krone
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