20.07.2020 14:01 |

Demo gegen Gewalt

Nackte stoppt schwer bewaffnete US-Cops

Die Polizei in den USA ist nicht gerade bekannt dafür, mit Demonstranten zimperlich umzugehen - doch beim Anblick nackter Haut ist die Exekutive offenbar bereit, die Flucht anzutreten, wie ein Vorfall vom Wochenende zeigt. Bei einem Protest in Portland gegen Polizeigewalt stellte sich den Beamten am Samstag eine hüllenlose Frau in den Weg. Die Gesetzeshüter traten danach den Rückzug an.

Beim Protest in der Stadt im Bundesstaat Oregon kam es zu unschönen Szenen - die von der von Regierung des US-Präsidenten entsandten, schwer bewaffneten Sicherheitskräfte gingen sogar mit Tränengas gegen die friedlichen Demonstranten vor und schossen damit in die Menge. Der Einsatz wurde gegen den Willen der Stadt und des Bundesstaates durchgeführt.

Nackt-Demonstrantin stellte sich furchtlos Cops in den Weg
Die Polizisten, die in Vollmontur brutal gegen die Menschenansammlung vorgingen, schienen übermächtig - doch dann stellte sich ihnen eine von Journalisten „nackte Athena“ getaufte Demonstrantin entgegen: Diese trug lediglich eine Haube und einen Mund-Nasen-Schutz. „Alle schienen überrascht und irgendwie verblüfft zu sein“, berichtete der Fotograf Dave Killen, der die Szene vor Ort beobachtet hatte, der „New York Post“.

Die Polizisten versuchten sie schließlich mit Tränengas zu vertreiben, ein Mitstreiter stellte sich mit einem selbst gebastelten Schild schützend vor die Frau. Die „nackte Athena“ ging jedoch wortlos seitlich an ihm vorbei.

Die Szenen wurden noch skurriler, als die Frau verschiedene Yoga-Posen einnahm und sich schließlich auf den Boden setzte. Als sie noch die Beine spreizte und den Beamten tiefe Einblicke bot, war das dann aber offenbar doch zu viel für die Sicherheitskräfte …

Etwa zehn Minuten später zogen die Polizisten schließlich ab. Der Journalist Donovan Farley, der diese Szenen auf Video bannte, kommentierte den Clip auf Twitter mit den Worten: „Sie hat gewonnen“. Die Identität der Frau wurde nicht geklärt - sie hatte kein einziges Wort gesprochen.

Exekutive schoss auf Presseausweis und verletzte Reporter
Farley machte im Zuge der Berichterstattung über die Proteste selbst Bekanntschaft mit Polizeigewalt. Wie er auf Twitter schrieb, wurde er in der Nacht auf Montag (Ortszeit) von einem Projektil getroffen. „Niemand hier war aggressiv, ich habe nur gefilmt und meinen Presseausweis hochgehalten. Der Sicherheitsdienst hat einfach auf meinen Ausweis geschossen“, schrieb der Reporter.

Donovan wurde im Bereich der Rippen verletzt und berichtete in dem Kurznachrichtendienst, dass er nur schwer atmen konnte. Der Reporter wurde noch vor Ort von Sanitätern behandelt. Er schrieb, ein Freund habe ihn schließlich überzeugt, den Schauplatz zu verlassen.

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