17.07.2020 11:30 |

Finnische „Hilfe“

Wie Russen-Jet das Landeverbot umging

Dank eines finnischen Behördenfehlers war es einem russischen Privatjet im Juni möglich gewesen, das für Flüge aus Russland geltende Corona-Landeverbot zu umgehen. In Salzburg war die selbe Maschine bereits einmal im Mai gelandet - um Koffer von einem Zweitwohnsitz abzuholen.

Die Gulfstream G650, Kennzeichen LX-MOW, die des Öfteren vom russischen Ex-Vizepremier Igor Schuwalow genützt wurde, hat es laut APA trotz der Corona-Beschränkungen am 23. Juni zum zweiten Mal nach Salzburg geschafft. Was durch eine Zwischenlandung auf dem Flugplatz Helsinki-Vantaa möglich gemacht wurde, wo sich die Maschine 26 Minuten auf dem Boden aufhielt. Ausreichend Zeit für die Passagiere, um in der Transitzone des Flughafens die EU-Einreisformalitäten ungehindert zu erledigen.

„Missverständnis“

Die Sprecherin der finnischen Grenzbehörden, Päivi Kaasinen, zum „Missverständnis“: „Die Regeln haben sich so schnell verändert, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht allen Beamten klar waren.“ Formal ist die Einreise russischer Staatsbürger in Finnland nur aus triftigen Gründen möglich.

Am Nachmittag des 23. Juni landete das Flugzeug schließlich aus Helsinki kommend in Salzburg. Wo es für die Passagiere keine weiteren Probleme gegeben haben dürfte. Hätten sie die finnische Grenze nicht passiert, so hätten sie aufgrund einer Verordnung des Gesundheitsministeriums gar nach Österreich einreisen dürfen.

Zehn Tage Aufenthalt

Hatte sich das Flugzeug bei seiner ersten Landung im Mai zur Aufnahme von Koffern etwa eine Stunde in Salzburg aufgehalten, so währte der Aufenthalt beim zweiten Mal im Juni länger. Erst am 3. Juli kehrte der Jet nach Russland zurück.

 Salzburg-Krone
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