Ausgrabung in Steyr:

Mauerreste als Attraktion im Schanigarten

Steyr „Zuerst war Corona-Sperrzeit, als ich endlich aufsperren konnte, kam die Baustelle“, erinnert sich Rainer Kopf, Gastwirt am Brucknerplatz. Reste eines alten Stadttores wurden ausgegraben. Nun steht fest: Die Relikte werden mit Sichtfenster abgedeckt, der Schanigarten bleibt, statt 11 gibt es nur mehr 6 Parkplätze.

Rainer Kopf betreibt das kleine Gasthaus „Rainer’s Bar“ am Brucknerplatz. Nach dem Auffinden von Resten der Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert fürchtete er um seinen Schanigarten. Doch nun gibt es eine Lösung, die Fundstelle wird mit einem rutschfesten Sichtfenster abgedeckt: „Im Zuge der Baustelle wurde der Boden geebnet und ich bekomme oberhalb ein paar Quadratmeter für meinen Schanigarten dazu.“ In der Nähe der Ausgrabung wird er Stehtische aufstellen, ein Ambiente mit Flair: „Bei der Landesausstellung ist das sicher attraktiv“, meint er.

Fertigstellung Ende Juli
Im Bereich Brucknerplatz, wo auch eine Büste von Anton Bruckner steht, werden zwei klingende Bänke aus Naturstein installiert. Besucher können sich dabei mittels QR-Code über den Namensgeber des Platzes informieren. Die Gesamtkosten für das Projekt inklusive Bänke beträgt € 310.000. Glasplatte und Stele zur Ausgrabung werden Ende Juli angebracht.

Nächste Baustellen
Für Diskussionen sorgten die Parkplätze. „Wir einigten uns auf eine Kompromisslösung“, sagt Vizebürgermeister Wilhelm Hauser, für Stadtplanung zuständig. Zwei Längsparkplätze kommen vor den Schanigarten, vier bleiben wie bisher vor der einstigen Musikschule. Derzeit wird übrigens noch das Rathaus auf Ennser Seite renoviert. Ein Poller unterhalb des Schlossbergs ist geplant, im September wird der Pfarrberg gepflastert.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. April 2021
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