Kampf um Talente

Nicht alle Firmen sehen bei Lehrlingen schwarz

Die Zahl der angemeldeten Lehrverträge ging zurück, derzeit sind 1160 Lehrstellen unbesetzt. Die Firmen wollen ausbilden, doch die Schulabbrecher fehlen, schlägt die Wirtschaftskammer Alarm. Die „Krone“ hakte bei Betrieben nach, wie sie die Situation erleben.

Die Firmen brauchen in der Krise finanzielle Anreize, um weiter Lehrlinge auszubilden, sagen die einen. Weil es heuer kein Sitzenbleiben in den Schulen gibt, fehlen die Umsteiger, sagen die anderen. Fakt ist: Derzeit sind 1160 Lehrstellen in Oberösterreich unbesetzt. Ist die Lage aktuell wirklich so schlimm?, fragte die „Krone“ deshalb die heimischen Betriebe. „Jein“, kommt’s zurück. Einige Beispiele im Detail:

    • Recruiting läuft noch: Motorradhersteller KTM will heuer 50 Lehrlinge aufnehmen, 41 haben schon zugesagt. Das Recruiting läuft noch bis August. Bei der Friseurkette Klipp sind noch acht Plätze offen. „Wir führen laufend Gespräche. Durch Corona hat sich alles ein wenig verschoben“, sagt Geschäftsführer Gottfried Kraft. Bei der Voestalpine sind in Oberösterreich noch fünf Lehrstellen offen, bei Hartlauer vier, bei der Wimberger-Gruppe fünf, bei starlim zwei. Auch die Diskonter Hofer hat noch offene Lehrstellen im Verkauf.
    • Genug Bewerber: Anlagenbauer Fill fand problemlos 21 Jugendliche, die ihre Ausbildung in Gurten beginnen. „Ich sehe auch für nächstes Jahr keine allzu großen Probleme“, so Andreas Fill. Auch bei der Polytec-Gruppe sind die sechs Stellen in Hörsching und Ebensee bereits vergeben.
    • Qualifikationen fehlen: Die Greiner AG besetzte nur 22 von 30 Plätzen. Grund: Zu wenige Bewerber und zu wenige, die den Anforderungen der Kremsmünsterer entsprachen.
Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 04. August 2020
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