54.000 Euro, ein satter Betrag für einen Fausthieb. Bei diesem Klagsbegehren staunen sogar eingefleischte Juristen. Man erwartet nun, dass der Kläger im Rollstuhl oder auf Krücken den Saal betritt. Aber nein, er ist quicklebending. "Ich habe einen psychischen Schaden davongetragen", so der Taxler zur "Krone". Seit dem Raufhandel mit dem Moderator könne der Chauffeur des Nächtens keine Fahrten mehr machen. "Ich habe Angst." Außerdem habe er Schmerzen am Auge.
Seit sieben Monaten hat er einen Chauffeur angestellt. "Die 54.000 Euro setzen sich aus Schmerzengeld und Verdienstentgang zusammen", so sein Anwalt Albert Heis.
"Aus Angst einen Fausthieb versetzt"
Der Beklagte kann bei diesem Begehren nur den Kopf schütteln. "Ich habe an dem besagten Abend in Notwehr gehandelt. Der Mann hat mich und meine Freundin chauffiert. Beim Bezahlen habe ich ihn etwas arrogant behandelt, dann stürmte er auf mich zu. Ich habe ihm aus Angst einen Fausthieb versetzt", so Aminati. "Nur weil du beim TV arbeitest, bist du nichts Besseres", soll der amtsbekannte "Gewalt-Taxler" zuvor gesagt haben.
Danach wurde Aminati angeblich erpresst: "Man drohte, meinen Fall in den Medien hochzuspielen. 100.000 Euro sollte ich zahlen", so Aminati. Der Zivilprozess am Dienstag wurde vertagt.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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