"Betreiber defekter Busse wissen, dass wir im Bereich des Gleinalmtunnels strenge Kontrollen durchführen und wählen deshalb einen Umweg", schildert ein Beamter der Autobahnpolizei. "Das ist uns klar, wir haben uns darauf eingestellt." Somit war es kein Zufall, dass am Sonntag eine Streife im Bereich Leoben den Verkehr beobachtete. Dabei fiel den Uniformierten der bosnische Reisebus auf.
Himmelfahrtskommando
Er wurde um 18.30 Uhr zehn Kilometer südwestlich in St. Michael gestoppt und von Experten genau geprüft. Für die 29 Insassen wäre die Fahrt nach Salzburg um ein Haar zum Himmelfahrtskommando geworden. Der Bus war an vielen Stellen durchgerostet, die Bremsen funktionierten nur sehr schwach, und Öl tropfte auf den Auspuff, wodurch akute Brandgefahr bestand. Oberhalb der Hinterachse war die Bodenplatte dermaßen porös, dass das Fahrzeug jeden Moment hätte auseinanderbrechen können.
Anzeigen für Fahrer und Chef
Der 30-jährige Lenker musste eine Sicherheitsleistung von 2.600 Euro bezahlen und wurde - wie auch sein Chef - angezeigt. Die Passagiere konnten ihre Reise nach vierstündiger Wartezeit in einem Ersatzbus fortsetzen.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Symbolbild
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