10.07.2020 18:00 |

Studie zeigt:

Steirer nehmen Klimaschutz immer wichtiger

Obwohl Wissenschafter auf der ganzen Welt schon lange nach großen politischen Würfen als einzige Chance zur Eindämmung des Klimawandels rufen, bleiben mutige Visionen weitestgehend aus. Dabei wäre die Bevölkerung - zumindest jene in der Steiermark - längst bereit für tief greifende Schutzmaßnahmen. Das zeigt das Ergebnis einer Studie, die das Land jetzt präsentiert hat.

Die Ergebnisse der repräsentativen Studie, durchgeführt im Juni des heurigen Jahres vom Wiener Gallup-Institut, sind mitunter erstaunlich: Wenn es um die generelle Debatte rund um den Klimawandel geht, so ist sich die überwiegende Mehrheit (76 Prozent) der steirischen Bevölkerung einig, dass ein solcher existiert.

Akuter Handlungsbedarf
Mehr als zwei Drittel (69 %) orten sogar einen dringenden Handlungsbedarf, um entgegenzuwirken. Aber auch die Gruppe der Klimawandel-Leugner existiert hierzulande noch, jedoch stellt sie eine immer kleiner werdende Minderheit dar - aktuell liegt man bei gerade einmal neun Prozent.

Auswirkungen für die allermeisten spürbar
Die Einstellung der Mehrheit dürfte mitunter auf der Tatsache basieren, dass 71 % der Befragten bereits Auswirkungen der Klimaveränderungen am eigenen Leib verspürt haben. Starkregen, Hitze und Sturm machen den Steirern besonders häufig zu schaffen.

Gesunde Umwelt auch Älteren sehr wichtig
SP-Umweltlandesrätin Ursula Lackner, die die Umfrage unter dem Arbeitstitel „Klimabarometer“ in Auftrag gegeben hat, hat vor allem ein Punkt positiv überrascht: „Dass generell für so viele Steirer Klimaschutz eine derart große Rolle spielt und dass es bei der Altersstruktur kaum Unterschiede gibt.“

Verkehrswende als schwierigstes Manöver
Die Forderung nach Umdenken ist demnach nicht nur ein Anliegen der sogenannten Fridays-for-Future-Generation. Aber was konkret tun? „Im Ausbau erneuerbarer Energie sehen die Befragten das größte Potenzial“, informierte die steirische Klimaschutz-Koordinatorin Andrea Gössinger-Wieser. Gefolgt von der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs - der wohl schwierigsten Agenda.

Für die steirische Klimaschutz-Landesrätin ist die Marschrichtung jedenfalls eindeutig: „Ich sehe das Ergebnis als klaren Auftrag an die Politik, den Klimaschutz stärker zu berücksichtigen - das gilt natürlich für alle Ressorts!“, betont Lackner.

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